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Augsburg

01.09.2020

Augsburgs Corona-Testzentrum an der Messe muss bald umziehen

Im Augsburger Messezentrum ist aktuell noch ein Testzentrum eingerichtet. Hin können nur Kontaktpersonen Infizierter, sofern sie vom Gesundheitsamt informiert wurden.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Plus Eine Corona-Teststelle für alle Augsburger soll auf dem Messegelände starten. Allerdings kann sie dort nicht lange bleiben. Noch läuft die Suche nach einem Betreiber.

Seit einigen Monaten wird auf dem Augsburger Messegelände ein Corona-Testzentrum betrieben. Hier wurden bislang nur Personen getestet, die mit Corona-Infizierten Kontakt hatten. Die Stadt beabsichtigt, diese Tests nun hochzufahren. Ein Testzentrum für alle, das täglich 600 bis 900 Personen testen kann, soll kommen. Allerdings kann dieses große Corona-Testzentrum nicht lange auf dem Messegelände sein. Es muss umziehen, ein Standort in Haunstetten ist bereits gefunden. Es ist das frühere Areal des Straßenreinigungsbetriebs in der Isarstraße.

Dass die Messe nicht dauerhaft für Coronatests zur Verfügung stehen könne, hatten die Verantwortlichen der Messe frühzeitig klargemacht. Das Areal wird für eigene Veranstaltungen benötigt. Im November soll nach jetzigem Stand zum Beispiel die Schleiftechnikmesse Grindtec stattfinden. Sie war im März wegen Corona verschoben worden. Die Grindtec ist von den Ausmaßen die größte Veranstaltung, die bislang auf dem Messegelände stattgefunden hat. Alle zur Verfügung stehenden Hallen werden benötigt. Dazu gehört auch die Halle 3a, die gegenwärtig eben für die Coronatests genutzt wird.

Wegen der Messe Grindtec muss das Testzentrum in Augsburg weichen

Die Position der Messe ist eindeutig. Sprecher Oliver Griesz sagt: "Wir waren mit der Gesundheitsbehörde stets im Austausch, wie lange das Testzentrum noch bei uns auf dem Messegelände bleiben kann." Klar sei stets gewesen: Sobald die ersten Aufbauarbeiten auf dem Messegelände für die Grindtec beginnen, müsse das Testzentrum abgebaut sein. Die ersten Grindtec-Vorbereitungen starten Mitte Oktober. Griesz: "Eine Vermischung von Aufbauarbeiten für die Messe, welche in diesem Jahr bereits unter den strengen Hygienemaßnahmen durchgeführt werden, und dem laufenden Testbetrieb des Gesundheitsamtes ist für alle Beteiligten keine mögliche Lösung."

Die Stadt hat auf diese Entwicklung hinter den Kulissen reagiert. Eine Alternative für das Messezentrum wurde gefunden. Allerdings gab Gesundheitsreferent Reiner Erben (Grüne) erst auf Nachfrage unserer Redaktion das Ergebnis bekannt. Ab 15. Oktober geht es in die Isarstraße in Haunstetten. Hier saß früher die Straßenreinigung. Der Betrieb wurde an dieser Stelle eingestellt, nachdem die Mitarbeiter ins neue Wertstoff- und Straßenreinigungsdepot am Unteren Talweg umgezogen sind. Die Räume in der Isarstraße seien für ein Testzentrum geeignet, sagt Erben.

Die Nachfrage nach Corona-Tests ist in Augsburg vorhanden

Wie berichtet, will die Stadt Augsburg bald ein Testzentrum bereithalten, an dem sich alle Bürger, die das wollen, nach vorheriger Anmeldung testen lassen können. Die Nachfrage nach Tests ist da. Unter anderem bei Augsburger Laboren, die Tests anbieten, war in den vergangenen Tagen viel los.

Gesucht wird noch ein Betreiber der Teststation. Die Ausschreibung der Stadt läuft noch bis Dienstagmittag. Dann soll es schnell losgehen. Vermutlich läuft es auf ein privates Unternehmen als Betreiber heraus. Denn Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz haben bereits abgewunken. Sie wollen ihre Ehrenamtlichen nicht überfordern.

Wer im Corona-Testzentrum getestet wird, erhält zuvor einen Anruf und Termin durch das Gesundheitsamt. Ohne geht es nicht.
Bild: Silvio Wyszengrad (Archiv)

Laut Reiner Erben bieten das Messezentrum und der Standort in der Isarstraße die Voraussetzungen, um die Tests zu managen: "Wir können das Testzentrum Messe bis 15. Oktober betreiben und auch nach den Vorgaben des Freistaats entsprechend ausbauen." Ende dieser Woche sollen bereits bis zu 400 Tests am Tag möglich sein, dann soll es weiter hochgefahren werden. Das Ziel, die 600 bis 900 Tests pro Tag, sind eine Vorgabe der bayerischen Staatsregierung. In den Zentren sollen pro Tag zwei bis drei Promille der Einwohner auf das Virus getestet werden können.

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