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Augsburg-Stadt

13.08.2013

Augsburgs Studenten beim Engagement ganz vorne

Gemeinschaftsprojekt: Studentin Daniela Fichtl arbeitet in einem Team mit, das zusammen mit Senioren eine Heimzeitschrift im Karl-Sommer-Stift in Friedberg herausgibt.
Bild: Diana Riske

Studie sieht Hochschulstadt bundesweit an dritter Stelle. 

Sie helfen Kindern beim Lernen. Sie bringen eine Heimzeitung mit Senioren heraus. Sie machen bei der Betreuung von Flüchtlingen mit. Augsburgs Studenten engagieren sich in vielen Lebensbereichen. Ihre ehrenamtliche Arbeit ist so umfangreich wie in kaum einer anderen deutschen Hochschulstadt: Nach Cottbus und Mannheim liegt Augsburg auf Platz drei. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Fachkraft 2020“.

Die Untersuchung, die sich in Teilen auch mit der ehrenamtlichen Arbeit von Studenten in Deutschland befasst, stammt vom Personaldienstleister Studitemps. Sie wurde zusammen mit der niederländischen Maastricht University erstellt.

Danach haben junge Menschen hierzulande ein ausgeprägtes Interesse, sich gesellschaftlich zu engagieren. Bei einer Online-Befragung mit rund 20 000 Teilnehmern gab fast ein Drittel an, ehrenamtlich aktiv zu sein. Auffällig ist aus der Sicht der Wissenschaftler, dass mit dem Anstieg des Lebensalters und des akademischen Bildungsgrades offenbar auch die ehrenamtlichen Aktivitäten zunehmen. Während sich Bachelor-Studierende noch zu rund 28 Prozent aktiv engagieren, erhöht sich der Anteil im Master-Studium auf 35 Prozent und bei Promovierenden auf annähernd 40 Prozent.

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Die Uni macht vor, wie es geht

Allerdings stellt die Studie teilweise erhebliche regionale Unterschiede fest. Im geografischen Zusammenhang zeigt sich, dass für Studenten in Thüringen die ehrenamtliche Arbeit den bundesweit höchsten Stellenwert zu haben scheint (37 Prozent). Danach folgen Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Bei den Städten mit Hochschulen und Universitäten liegt Augsburg mit 36 Prozent an dritter Stelle.

An der Uni Augsburg ist man über das gute Ergebnis nicht überrascht. „Nach einer laufenden Erhebung sind wir weiter als viele andere Universitäten im süddeutschen Raum“, sagt Philip Meyer. Er ist Sprecher der Initiative „Bildung durch Verantwortung“. Laut Meyer gibt es in Augsburg generell eine große Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeit bei Bürgern. Er geht aber auch davon aus, dass sich das Uni-Projekt sehr bewährt.

Bei „Bildung durch Verantwortung“ können sich Studenten seit 2011 nach ihren persönlichen Vorlieben sehr flexibel engagieren – einen Tag, eine Woche, ein Semester und mehr. Das Angebot beginnt beim „Sozialen Tag“, an dem Nachwuchsakademiker in den unterschiedlichsten Einrichtungen mit anpacken – angefangen beim Kindergarten bis hin zum Sozialkaufhaus. Wer mehr tun will, kann im „Do-it-Programm“ mitmachen und sich bei bis zu 50 Kooperationspartnern nützlich machen. Auch ein Begleitstudium, das sich mit sozialem Engagement befasst, ist an der Uni möglich: Studenten sorgen mit selbst konzipierten Programmen beispielsweise dafür, dass Kinder mehr Sport treiben, oder dass in Augsburg unterschiedliche Generationen besser vernetzt werden. Laut Meyer haben bislang rund 800 bis 900 Studenten bei der Initiative Bildung durch Verantwortung mitgemacht. „Wir konnten die Teilnehmerzahlen steigern.“ Inzwischen sind auch viele verschiedene Fakultäten an der Universität mit dabei.

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