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Pop

05.07.2013

Aus dem Kopf, aus dem Herzen

Die Band A Home. A Heart. Whatever hat ein neues Album, „Same Same“, eingespielt. Weil die Mitglieder in drei verschiedenen Städten leben, entstand es vor allem über das Internet

Musik kommt aus dem Herzen. Sagt man oft, hört man oft. Bei Tobias Mecklinger, Marcus Schreiner und Florian Zabel von der Band „A Home. A Heart. Whatever“ entstehen Songs trotz ihres Bandnamens meistens im Kopf. Denn die drei Musiker leben über Südbayern verteilt: Mecklinger in Augsburg, Schreiner in Weilheim, Zabel in München. Zusammen im Proberaum zu stehen, das funktioniert nur alle paar Wochen einmal.

An den Songs für ihr neues Album „Same Same“ feilten sie deshalb vor allem mithilfe der DSL-Leitungen, die zwischen ihren Heimatstädten verlaufen. Aus der Not der Entfernung entstanden, empfindet Sänger und Gitarrist Tobias Mecklinger das Arrangieren per Software und Internet inzwischen als Vorteil. „Man arbeitet zielgerichteter als im Proberaum, kann die Songstrukturen umsetzen, so wie sie im Kopf schon angelegt sind.“ Gefährlich aber sei die Verlockung, immer weiter experimentieren zu wollen, meint Mecklinger lachend.

War die erste Platte von A Home. A Heart. Whatever noch von handgemachter Folkmusik geprägt, „verwenden wir auf dem neuen Album teilweise kaum noch eine Gitarre“. Zehn Songs sind entstanden auf diese Weise, die die verschiedensten Spielarten elektronischer Musik mit der Erfahrung der Bandmitglieder aus früheren Indiegruppen mischt und bei aller Komplexität eins nie aus den Augen verliert: den klaren, melodischen Popsong.

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Medien und Kritiker erinnert das mitunter an eine wegweisende Band, deren Mitglieder ebenfalls zum Teil aus Weilheim stammen: The Notwist, die Pioniere des deutschen elektronischen Indierocks. „Typisch süddeutsch“, so wurde die Musik von A Home. A Heart Whatever deshalb schon öfter bezeichnet. Mecklinger stört das nicht, auch wenn er die Songs seiner eigenen Band weniger verschachtelt empfindet als die der berühmten Kollegen, eben mehr am Popsong orientiert.

Mastering, Albumcover, Vertrieb: Alle Aufgaben selbst erledigt

Dass „Same Same“ lange gereift ist, zwischen den ersten Ideen und dem fertigen Album zweieinhalb Jahre liegen, hat laut Tobias Mecklinger zwei Gründe: Erstens arbeiten alle drei Mitglieder in Vollzeit-Jobs – als Lehrer, Zahnarzt und Uni-Dozent. Zweitens haben die Musiker vom Mastering über das Albumcover bis zum Vertrieb alle Aufgaben selbst übernommen. Wo in der Presseinformation sonst der Name der Plattenfirma abgedruckt ist, heißt es bei A Home. A Heart. Whatever: DIY. Do it yourself, mach’ alles allein.

So haben sie es schon beim ersten Album getan. Und siehe da, plötzlich ergab sich vieles von selbst: Ein Song ihres Debüts schaffte es in die ARD-Vorabendserie „Verbotene Liebe“, kürzlich fragte ein Fan aus den USA, ob er für die Band ein Video drehen dürfe. „Wir hoffen, dass das so weitergeht“, sagt Mecklinger. Denn auch wenn die Zeit oft fehlt, im Moment fühlen sich die drei Mitglieder von A Home. A Heart. Whatever wieder ein bisschen wie damals, als sie noch dreimal die Woche im Proberaum standen, als die Musik noch alles für sie sein konnte. Denn sie kommt eben doch immer irgendwie aus dem Herzen.

Album „Same Same“ erscheint am heutigen Freitag und ist erhältlich auf vielen Musikplattformen oder als CD über Amazon und über die Internetseite der Band: www.ahomeaheartwhatever.com.

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