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24.06.2015

Aus für Jakobsstift: Sorge um Senioren

Das Jakobsstift soll geschlossen werden. Bild: Silvio Wyszengrad

Es ist richtig, das Jakobsstift von einem Pflegeheim in eine zukunftsträchtige Einrichtung umzubauen, schreibt Ute Krogull. Aber die Stadt muss nun alles für die betroffenen Senioren tun.

Seit Jahren zeichnet es sich ab, dass die Tage des Jakobsstifts gezählt sind. Angesichts der Situation des veralteten Hauses und des Eigenbetriebs Altenhilfe insgesamt ist eine Umwandlung in eine zukunftsträchtige Einrichtung die richtige Entscheidung.

Aber, wie Werkleiterin Susanne Greger sagt, es ist auch ein Schritt, der keinem leichtfällt. Vor allem nicht den Mitarbeitern, den Senioren und deren Angehörigen. Letztere haben die nachvollziehbare Sorge, dass ihre Eltern oder Geschwister darunter leiden, wenn sie, hochbetagt und oft dement, die vertraute Umgebung verlassen müssen. Einen alten Baum verpflanzt man nicht, heißt es. Und wer einmal in ein Heim geht, der sieht es automatisch als sein letztes Zuhause an.

Es ist schade, dass es offenbar nicht möglich ist, den Pflegebereich nach und nach auslaufen zu lassen und andere Bereiche parallel aufzubauen. Hoffentlich wurde das tatsächlich intensiv und ergebnisoffen durchdacht!

Die Verantwortlichen versprechen nun, dass sie alles dafür tun, den Senioren den Umzug erträglich zu gestalten. Das wird der höchste Maßstab sein, an dem sie sich messen lassen müssen, um den Vorwurf auszumerzen, den Angehörige ihnen machen: „Es zählen nur noch die Zahlen, nicht die Menschen.“

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