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29.06.2009

Aus für Textilreinigungsfirma

37 Mitarbeiter von Böwe Textile Cleaning werden zum Jahresende entlassen. Das teilte IG-Metall-Chef Jürgen Kerner mit. Überraschend kommt diese Entscheidung jedoch nicht. Das Unternehmen habe seit Jahren rote Zahlen geschrieben, so Kerner.

Böwe Textile Cleaning in der Rumplerstraße gehörte einst zum Traditionsunternehmen Böwe Systec, spaltete sich dann mit seinen Reinigungsmaschinen ab und wurde 2003 komplett von der chinesischen Firma Sail Star übernommen. Schon damals wurde Personal in großem Umfang abgebaut.

Das Problem sei gewesen, so Kerner, dass es "nie ein vernünftiges Geschäftsmodell" gegeben habe. "Nach der Übernahme durch Sail Star damals war geplant, die Basisversion der Reinigungsmaschinen in China zu fertigen, die Apparate hier in Augsburg zu veredeln und dann weltweit zu verkaufen." Insofern habe die Stilllegung der Firma nichts mit der Weltwirtschaftskrise zu tun.

Minimaler Trost für die 37 Angestellten: Es gibt einen Sozialplan. "Aber der ist alles andere als üppig", so Kerner.

Aus für Textilreinigungsfirma

Eine "wirklich tragische Geschichte" nennt der mit den Verhandlungen betraute IG-Metall-Sekretär Michael Pfeiffer die Entwicklungen. Denn die 37 Mitarbeiter, deren Arbeitsplatz 2003 gerettet werden konnte, seien 50 Jahre und älter und teilweise seit über 20 Jahren in dem Unternehmen beschäftigt. 270 000 Euro beträgt laut Pfeiffer das Volumen für den Sozialplan, da könne man sich die Höhe der Abfindungen vorstellen.

Den Namen Böwe Textile Cleaning werde es laut 2. Geschäftsführer Rainer Wittendorfer jedoch weiterhin geben, ein Investor habe die Firma gekauft. "Dadurch konnte die Insolvenz abgewendet werden", so Wittendorfer.

Der Standort Augsburg wird aber geschlossen.

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