Newsticker
RKI: 17.419 Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 103,6
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Ausstellung: Die Wunderkammer lebt

Ausstellung
01.10.2014

Die Wunderkammer lebt

Dieses Elfenbein-Schachspiel aus dem Jahr 1920, das der Augsburger Drechslermeister Georg Munk herstellte, wird unter anderem in der neuen Ausstellung „Wunderkammer“ im Maximilianmuseum präsentiert.
Foto: Ulrich Wagner

Mit einem neuen Konzept zeigt das Maximilianmuseum im Erdgeschoss Depot-Stücke. Die Art und Weise der Präsentation hat einen eigenen, neuen Charme

Man kennt es ja vom voll gestellten Dachboden, der schon mehrfach aufgeräumt hätte werden sollen: Sobald man die Dinge in Augenschein nimmt, kann man sich nicht mehr von ihnen trennen. Erinnerungen, Geschichten sind mit ihnen verbunden, aussortiert aus der Wohnung, aber nicht aus dem Leben. Und den Museen geht es mit ihren Depot-Stücken genauso. Sie sind zum Wegwerfen oder Verkaufen viel zu kostbar, zum Präsentieren in der Dauerausstellung aber nicht geeignet. Geschichten haften an ihnen, nur können sie im Depot von niemandem gehört werden. Das Augsburger Maximilianmuseum hat nun in seinen Sonderausstellungsräumen im Erdgeschoss einen Weg gefunden, Depot-Stücke dauerhaft zu präsentieren, in einer alten, für heutige Verhältnisse eigenwilligen, aber äußerst ansprechenden Form – einer Wunderkammer. Ein Jahr lang werden sie dort so gezeigt, dann wird umgeräumt und neu arrangiert, wieder mit Depot-Stücken.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren