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Augsburg

24.07.2020

Autofahrer fährt auf der Flucht einen Radfahrer um

Mit Tempo 100 ist ein Mann auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle durch 30er-Zonen gefahren. Dabei wurde ein Radler verletzt.
Bild: Ralf Lienert, Symbolfoto

Ein 33-Jähriger liefert sich im Augsburger Univiertel eine riskante Jagd mit der Polizei. In seinem Auto werden die Beamten fündig

Filmreife Szenen haben sich am Donnerstagvormittag im Augsburger Univiertel abgespielt: Ein 33-Jähriger nahm auf dem Parkplatz eines Supermarkts eine Verkehrskontrolle zum Anlass, sich mit hoher Geschwindigkeit zu entfernen. Laut Polizei gefährdete der Mann bei seiner Flucht wiederholt andere Verkehrsteilnehmer, missachtete rote Ampeln sowie Einbahnstraßen und raste selbst durch Tempo-30-Zonen mit Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern.

Flüchtender Autofahrer gefährdete Kindergartengruppe

Hierbei wurden nicht nur andere Autofahrer, sondern auch Radfahrer und Fußgänger, darunter eine Kindergartengruppe, gefährdet. Nach diesen Manövern fuhr der Mann mit seinem lilafarbenen Honda Civic im Bereich der Salomon-Idler-Straße plötzlich von der Straße auf einen Geh- und Radweg, während die Beamten ihm parallel auf der danebenliegenden Fahrbahn folgten und noch versuchten, die anderen Verkehrsteilnehmer zu warnen. Selbst als zwei Fußgänger sich nur noch knapp retten konnten, hielt der Mann noch immer nicht an, sondern fuhr in eine unübersichtliche Kurve des Gehwegs ein.

Ein 21-jähriger Fahrradfahrer, der dem Beschuldigten in diesem Moment entgegenkam, wurde dabei frontal von dem Pkw erfasst und mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe und anschließend über die Motorhaube geschleudert – er wurde wegen seiner Kopfverletzungen in die Uniklinik gebracht. Mit diesem Zusammenstoß endete auch die Fahrt des 33-Jährigen, der von den Beamten vorläufig festgenommen wurde. Bei der Überprüfung des Mannes und des Fahrzeugs zeigten sich die Beweggründe für seine Flucht. Kurz vor seiner Festnahme hatte der Mann, der auch nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, eine Dose aus dem Fahrzeug geworfen. In dieser befanden sich Betäubungsmittel. In seinem Fahrzeug hätten neben mehreren Waffen – eine geladene Schreckschusswaffe und Messer – auch Utensilien aufgefunden werden können, die auf einen Handel mit Betäubungsmitteln hindeuten, so die Polizei.

Polizei sucht Zeugen der Wildwest-Fahrt

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ die Ermittlungsrichterin gegen den Beschuldigten einen Haftbefehl wegen diverser Vergehen. Der Haftbefehl wurde gegen Auflagen aber außer Vollzug gesetzt, der Mann muss daher erst einmal nicht in Untersuchungshaft.

Zeugen und Betroffene sollen sich bei der Polizei melden unter Telefon 0821/323-2010.

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