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Augsburg

30.01.2020

Autofahrer stirbt nach Unfall mit Straßenbahn auf Haunstetter Straße

Ein schwerer Unfall hat sich am frühen Donnerstagnachmittag an der Haunstetter Straße ereignet.
Bild: Silvio Wyszengrad

Bei einem Unfall an der Haunstetter Straße in Augsburg sind ein Auto und eine Straßenbahn zusammengestoßen. Die Folgen sind schwerwiegend.

Ein schwerer Unfall hat sich am frühen Donnerstagnachmittag an der Haunstetter Straße ereignet: Wie die Polizei mitteilt, sind ein Auto und eine Straßenbahn an der Einfahrt von der Haunstetter Straße zur MBB Sportgaststätte zusammengestoßen. Der 61-jährige Autofahrer, der aus dem Landkreis Donau-Ries stammt, starb noch am Unfallort. Sein Beifahrer sowie der Straßenbahnfahrer und ein Fahrgast wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

Unfall auf Haunstetter Straße: Autofahrer stirbt

Nach Auskunft der Polizei fuhr eine Straßenbahn der Linie 2 gegen 13.15 Uhr von der Haltestelle Volkssiedlung entlang der Haunstetter Straße in stadteinwärtige Richtung. Zur gleichen Zeit war der 61-Jährige mit seinem roten Mercedes Vito auf der Haunstetter Straße parallel zur Straßenbahn unterwegs. An der Einfahrt zum MBB-Sportheim bog der Autofahrer den Angaben zufolge links ein und kollidierte mit der Straßenbahn.

Der Fahrer des Kleintransporters wurde durch den Zusammenstoß im Fahrzeug eingeklemmt. Trotz sofortiger Bergung aus dem Fahrzeug und umgehender Reanimation starb der 61-Jährige noch am Unfallort, teilt die Polizei weiter mit. Die Straßenbahn entgleiste bei der Kollision. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 100.000 Euro.

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Straßenbahn der Linie 2 entgleist - Bergung aufwendig

Aufgrund der entgleisten Straßenbahn laufen aktuell umfangreiche Bergungsarbeiten. Die Haunstetter Straße ist hierfür in südliche Richtung ab der Rumplerstraße gesperrt. Vermutlich werden die Bergungsarbeiten noch mehrere Stunden andauern. Straßenbahnen der Linie 2 Richtung Haunstetten fahren ab der Schertlinstraße in Richtung Messe und wenden dort. Von Haunstetten stadteinwärts ist aktuell kein Straßenbahn-Verkehr der Linie 2 möglich. Das teilte eine Sprecherin der Stadtwerke mit. (ida, jaka)

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Die Diskussion ist geschlossen.

01.02.2020

Ob man nun nach links oder nach rechts in das fragliche
Grundstück abbiegt, die dortige Baumreihe zwischen Gleis
und Haunstetter Straße verhindert die dort notwendige
uneingeschränkt freie Sicht auf den Bahnkörper.

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31.01.2020

>>Wichtig ist natürlich auch, dass Fahrtrichtungsgebote auch konsequent beachtet werden. In diesen Situation sind bei Ein- und Ausfahrt Linksabbiegeverbote absolut sinnvoll.<<

Ah, doch ein konstruktiver Vorschlag für die spezielle Situation vor Ort. Sehe ich genau so. Linksabbiegeverbote würden auch in den Navigationsgeräten Berücksichtigung finden.

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31.01.2020

Ich wohne dort und kenne diese gefährlichen Bahnübergänge. So vorsichtig kann man gar nicht sein. Man muss zuerst zwei Tramgleise queren und dann, auf den Tramgleisen stehend, sich in den stark fließenden Verkehr der Haunstetter Straße einfädeln. Ich kann auf die wenigen Übergänge ausweichen, die eine Ampel haben, und das mache ich auch. Nur einige Grundstücksbesitzer haben ihre Ausfahrt über die Schiene und müssen jeden Tag mehrmals ihr Leben riskieren.
Und jetzt hat es geknallt und jemand musste sterben wegen der liederlichen Grundeinstellung der Augsburger Verkehrsplaner, nach dem Motto: "die Autofahrer müssen halt aufpassen". Keine Straßenbahnlinie ist so mies abgesichert wie die 2er nach Haunstetten. Und dieser "bescheidene" Zustand hat sich seit 1927 nicht geändert. Ich fordere die Stadt Augsburg auf diese Todesfallen endlich zu beseitigen. Beim Neubau der 3er z.B. wurde keine einzige Gefahrenstelle eingerichtet, also geht es auch anders.

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31.01.2020

>> Ich fordere die Stadt Augsburg auf diese Todesfallen endlich zu beseitigen. <<

Vielleicht ist ja ein Vito ohne die Sonderausstattung side- und windowbag auch eine Todesfalle?

>> Man muss zuerst zwei Tramgleise queren und dann, auf den Tramgleisen stehend, sich in den stark fließenden Verkehr der Haunstetter Straße einfädeln. <<

Und es ist noch nie eine Tram in ein dort auf Ausfahrt wartendes Auto gefahren; es ist beim Abbiegen stets die Problemsituation fahrender abbiegender Individualverkehr gegen geradeaus fahrende Tram oder fahrenden Radler.

Wichtig ist natürlich auch, dass Fahrtrichtungsgebote auch konsequent beachtet werden. In diesen Situation sind bei Ein- und Ausfahrt Linksabbiegeverbote absolut sinnvoll.



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31.01.2020

@Andreas T.

Bitte was wollen Sie mit Ihrem Beitrag zum Ausdruck bringen? Ich verstehe nicht, worauf Sie hinaus wollen (bzgl. Forderungen LKW)

Zu Ihrem Unterschied: Die Straßenbahn ist deutlich schneller als ein Radfahrer, der Radfahrer hat in der falschen Richtung an sich nichts verloren (!) , wenn der Autofahrer abbiegt und dann einen Radfahrer, in der falschen Richtung fahrend und teils durch die Absperrung verdeckt, wahrnimmt und bremst, steht er auf den Gleisen.

Warum wohl sind an der Haunstetter Straße zwischen Volkssiedlung und Endhaltestelle der Linie 2 in Fahrtrichtung Süden an allen Straßeneinmündungen kleine Vorfahrtgewährenzeichen (Zeichen 205) für die Radfahrer (!) angebracht, obwohl diese dort Vorfahrt haben müssten (denn die Autos aus den Seitenstraßen haben ebenfalls ein Zeichen 205 stehen (!)? Diese Zeichen für Radfahrer gelten offensichtlich nur gegenüber den Abbiegern aus der Haunstetter Straße, damit sie nicht im Fall des Falles auf den Schienen warten müssen bis der Radler vorbei ist.

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31.01.2020

Ich will damit sagen, dass Unfälle, egal welcher Art immer für irgendwelche "Zwecke" genutzt werden.

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31.01.2020

Es ist erschreckend wie hier manche den tragischen Unfall für eine politische Instrumentalisierung nutzen und unter abwegiger Argumentation Einschränkungen für den ÖPNV fordern!

Es gibt an der Unfallstelle einen eigenen Gleiskörper, der ist gut sichtbar und da fährt die Tram mit Tempo 50 ohnehin schon langsamer als der vielfach weiterhin mit überhöhten 60-70 fahrende Individualverkehr. Ein Seitenaufprall von 40 Tonnen Tram ist auch mit Tempo 30 ein lebensgefährliches Ereignis, vor allem wenn er punktgenau auf den Insassen des PKW erfolgt.

Wäre beim aktuellen Fall der Vito beim Aufprall einen Meter weiter vorne oder hinten getroffen worden, hätte der Fahrer gute Überlebenschancen gehabt.

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31.01.2020

Also ich fordere nichts, aber Ihr erstes empathieloses Statement hat mich doch unangenehm berührt. So einfach ist es nämlich nicht mit den an den Straßenrand versetzten Gleiskörpern und seien sie auch noch so gut einsehbar. Die von hinten herannahende Straba während des Linksabbiegens ist nämlich sehr wohl eine 'Falle'. Deswegen passieren auch mit schöner Regelmäßigkeit genau dort wie auch an der Kreuzung zur Sportanlage Süd (dort gibt es sogar ein Warnsignal) Unfälle dieser Art, die meist (Sie haben es ja beschrieben) nicht sooo dramatisch ausgehen, aber trotzdem Verletzte mit sich bringen und jede Menge Sachschaden.

Eine weitere Stelle, an der ich schon lange mit einem schlimmen Unfall rechne, ist die Kreuzung Unterer Talweg/Bgm.-Ulrich-Straße. Auch eine Falle, bei der man sich als Linksabbieger aus dem Talweg in Sicherheit wiegt, während man von Fußgängern aufgehalten wird und sich die Straßenbahn von links hinten mit hohem Tempo nähert. An dieser Kreuzung sollte es eigentlich eine Grünpfeilregelung geben.

Was ich sagen will: Es sind nicht alle unfähige rücksichtslose Autofahrer, die in einem kleinen Augenblick ihrer Fahrzeuglenkertätigkeit von den Umständen überfordert sind.

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31.01.2020

Zuerst mal Herzliches Beileid an die Angehörigen!

@ Peter P.: Ich gebe ihnen völlig recht. Leider ist dieses Verhalten bei anderen Unfällen (z.B. LKW gegen Fahrrad) völlig normal und wird von einigen Medien so betrieben.

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31.01.2020

Was ist der Unterschied zwischen Gleiskörper und Radweg neben der Straße? Die besser sichtbare Tram gewinnt im Gegensatz zum Radfahrer.

Heißt nicht, dass Autofahrer an sich rücksichtslos sind. Aber gerade beim Abbiegen wird schnell was übersehen.

Mein Beileid auch an die Angehörigen.

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31.01.2020

Tempo 30 für Bus & Bahn, auch aus Umweltgründen.

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31.01.2020

Toller konstruktiver Beitrag!!!
Wenn man den noch weiterstrickt. Fahrverbot für alle Autos und andere motorisierten Fahrzeuge des Individualverkehrs. Aus Umweltschutzgründen. ;-)

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31.01.2020

Straßenbahnen wie die 2 + 3 könnte man unter Tage führen, das hätte sehr viele Vorteile. Platz ist da, aber nicht das liebe Geld. Billig kann aber teuer sein.

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31.01.2020

Die haben auch Angst vor den vielen Bodenschätzen, die in Augsburg noch lauern.
Und da red ich nicht mal von den Blindgängern, sondern von altem Zeugs, dass von den Römern noch rumliegen könnte.

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30.01.2020

Ich wohne zufällig an der Linie 2 süd und weiss, wie lebensgefährlich die ganzen Querungen der Straßenbahntrasse sind. Es war nur eine Frage der Zeit, bis endlich mal wieder was passiert. Es wäre dringend notwendig, wirklich jede Kreuzung und Grundstücksausfahrt mit Ampeln zu sichern. Meine Bitte an die Stadt Augsburg wäre, da endlich was zu unternehmen auch wenn es Geld kostet und nicht zu warten, bis das erste Todesopfer zu beklagen ist.

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30.01.2020

Auch an Ampeln passieren regelmäßig solche Unfälle.

Wer eine Tram übersieht, hat einfach nicht die für den Straßenverkehr erforderliche Aufmerksamkeit und ist für z.B. Radfahrer ein großer Risikofaktor.

Die einzig denkbare Steigerung wären Schrankenanlagen und klar als Bahnübergänge erkennbare Kreuzungsbereiche. Da ist teilweise noch etwas mehr Vorsicht bemerkbar - aber auch hier gibt es Verkehrsteilnehmer die einfach die nötige Sorgfalt unterlassen.

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30.01.2020

Es wird kaum möglich sein die gesamte Stadt mit Ampeln, Schranken und Co. zu zupflastern.

Es würde für den Anfang reichen, wenn wir Autofahrer uns bei der Nase fassen und an die Verkehrsregeln halten.

Ich fahre täglich über einen unbeschränkten Bahnübergang. Meinen Sie irgendjemand reduziert hier, wie in der Fahrschule gelernt, die Geschwindigkeit, prüft ob die Strecke frei ist und hält sich Bremsbereit? Nichtmal 1%!

Genau das selbe bei der Tram. Wenn man Schienen überquert müssen doch die Alarmglocken Leuten oder? Insbesondere an der Unfallstelle, wo man die Schiene einige hundert Meter in beide Richtungen einsieht.

Ein sehr tragischer Unfall..

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31.01.2020

Wer die Bahnübergänge kennt, weiss dass das mit der Vorsicht und Aufmerksamkeit nicht funktioniert und nur schlechte Ausreden sind. Man ist gezwungen mit dem Auto auf dem Gleiskörper stehen zu bleiben um, eine Lücke im Verkehr der stark befahrenen Haunstetter Straße abzuwarten und in dieser Zeit riskiert man sein Leben. Keine Linie ist so schlecht abgesichert wie die 2er nach Haunstetten, deren Trasse im Originalzustand von vor knapp 100 Jahren ist, außer dass man im Süden 500 Meter weggeschnippelt hat. Beim Neubau der 3er gibt es keine einzige Todesfalle, also geht es auch anders. Die Übergänge gehören entweder ordentlich abgesichert oder komplett gesperrt, was dann die preiswerte Alternative ist. Und für die Sicherheit der Menschen sollte das bischen Geld da sein, was dafür notwendig ist.

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