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Augsburg

22.08.2016

Autsch! Angler "fängt" nackten Schwimmer im Kaisersee

Badegäste am Kaisersee. Hier kam es zu dem Angler-Vorfall.
Bild: Anne Wall (Archiv)

Als ein Augsburger im Kaisersee baden geht, hat er plötzlich einen Angelhaken im empfindlichsten Teil seines Körpers. Sein Ausflug endet in der Notaufnahme.

Zuerst dachte Herbert Fendt (Name geändert), er sei in ein Geflecht von Schlingpflanzen geraten. Doch dann merkte der Badegast im Kaisersee, dass ihm ein wirkliches Malheur passiert war: Ein Angelhaken hatte sich am empfindlichsten Teil seines Körpers verhakt. „Ich schrie: ,Nicht ziehen!‘ und schwamm zu dem Mann ans Ufer“, erzählt er. Was war passiert?

Angler-Panne: Arzt kann sich Grinsen nicht verkneifen

Die Geschichte beginnt an einem schönen Sommertag. Herbert Fendt geht wie so oft abends zum Schwimmen an den See an der Mühlhauser Straße, der bei FFKlern beliebt ist. Auch er schwimmt gerne nackt – und er krault, den Kopf unter Wasser. Das wird ihm zum Verhängnis. „Ich bin oft an dem See und weiß, dass dort Fischer sind. Diesen Mann habe ich aber nicht gesehen.“ Und der Mann sieht ihn offenbar auch nicht.

Fendt nimmt den Angler erst wahr, als er spürt, dass etwas an den vermeintlichen Schlingpflanzen an seinem Unterleib zerrt und er die Verwicklungen nicht lösen kann. Am Ufer angekommen, wird ihm das Ausmaß des Dramas klar. Weil der Haken sich nicht entfernen lässt, kappt er ihn kurz entschlossen mit einer Zange des Anglers, macht sich zu Fuß auf den Weg zu seinem Fahrrad und radelt nach Hause. Von dort aus fährt er mit dem Auto in die Notaufnahme „Der Arzt konnte sich verständlicherweise ein Grinsen nicht verkneifen“, berichtet er. Doch der Mediziner kann den Haken entfernen, die Wunde versorgen – und erteilt eine Woche „Schwimm- und Duschverbot“.

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Angler und Badegäste mögen den Kaisersee

Fendt will seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen. „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“, begründet er das. Bei dem Fischer sei er auf wenig Mitleid gestoßen: „Er erklärte mir, dass dies kein offizieller Badesee und er berechtigt sei, hier zu fischen und dies auch durch Schilder gekennzeichnet ist. Ich versuchte, ihm klar zu machen, dass es durchaus ein Badesee ist und er auf die Schwimmer achten muss und ich kein Badeverbot mit entsprechendem Schild kenne.“

Eine Diskussion, wie sie an diesem Gewässer des Öfteren geführt wird. Es gehört dem Lechfischereiverein. Außer bei Anglern ist es auch bei Badegästen beliebt – wegen seiner vielen zwischen Büschen versteckten Liegeflächen vor allem bei FFKlern. Die Nutzergruppen kommen nicht immer perfekt miteinander aus. Doch von so etwas hat Sylvia Fischer, Zweite Vorsitzende des Vereins, noch nie gehört.

Kaisersee ist in Privatbesitz

Sie sagt: „Weil wir Angler aber schon alle aus Versehen mal einen Angelhaken im Finger hatten, können wir nachvollziehen, wie schmerzhaft so etwas sein kann. Deswegen ist der Kaisersee auch ein Angelsee, an dem das Baden nur auf eigene Gefahr gestattet ist. Dies ist auf vielen Hinweisschildern rings um den See ersichtlich.“ Die Angler seien natürlich gehalten, auf Badegäste zu achten und zu Konflikten komme es nur, „wenn Badegäste die Interessen des Fischereiausübungsberechtigten verhindern“, betont Fischer.

Fendt hat inzwischen gehört, dass er nicht das einzige Angler-Opfer ist. Eine Bekannte berichtete von einem Hund, der einen Fisch verschluckte, der an einer Angel hing. Man musste dem Hund seine Beute wieder aus dem Schlund ziehen, um Schlimmeres zu verhindern.

Fendt springt immer nur ins Wasser, schwimmt „sportlich“ seine Runde, wie er sagt, und radelt heim. Auch nach der ärztlich verordneten „Wasserpause“ wieder. Alles ist gut verheilt. Eine Konsequenz hat er gezogen: „Sicherheitshalber schwimme ich jetzt in der Mitte.“ 

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22.08.2016

Ja liebe Freunde. Da brauch man doch keinen Arzt zu belästigen, Man kneift den Hakenschenkel mit einem geeigneten Werkzeug (Seitenschneider) ab und dreht den Haken vorwärts wieder aus dem Fleisch. Dann wirds noch mal ekelig weil die Wunde mit Rasierwasser desinfiziert werden muss.

(edit/ Nub. 7.2)

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