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Augsburg

05.05.2017

Bagger macht den Weg frei fürs Hospiz

In der vergangenen Woche begann der Abriss des Pfarrheims St. Martin neben der Kirche. Die Pfarrei will in einem Anbau auf der anderen Seite der Kirche Räume für die Gemeinde schaffen.
Bild: Annette Zoepf

Das Pfarrheim St. Martin in Oberhausen ist abgerissen. Auf dem Areal entsteht ein Neubau, in dem Schwerstkranke und Sterbende betreut werden. Wo die Pfarrgemeinde zusammenkommt.

Vom Pfarrheim St. Martin ist nicht mehr viel übrig. Seit einer Woche werden die Gebäude an der Zirbelstraße abgebrochen. Auf dem Areal, zu dem auch eine große Freifläche gehört, soll der Neubau des St.-Vinzenz-Hospizes für sterbende und schwerst kranke Menschen entstehen.

Hospiz-Geschäftsführerin Christine Sieberth geht von einem Baubeginn im Juni aus. Zunächst müsse der Aushub beseitigt und der Boden auf Schadstoffe und Kampfmittel untersucht werden. Letzterem werde durch den Fund der Fliegerbombe in der Jakobervorstadt kurz vor Weihnachten erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. „Bereits vor Ort sind die Archäologen“, schildert Sieberth die weiteren Aktivitäten in Oberhausen.

Hohe Nachfrage nach Plätzen

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Das Hospiz und seinen Trägerverein bringen diese Regularien nicht aus der Ruhe. Hinter ihnen liegen aufreibende Jahre. Der ursprüngliche Plan, in Kriegshaber das Pfarrheim Heiligste Dreifaltigkeit abzureißen und an dessen Stelle das Hospiz zu bauen, war am Widerstand der dortigen Gemeinde gescheitert. Der Wunsch nach einem Neubau indes besteht schon lange, um der hohen Nachfrage nach Plätzen gerecht zu werden.

Während am bisherigen Standort in Hochzoll maximal neun schwerst kranke und sterbende Menschen betreut werden können, sind in Oberhausen Zimmer mit direktem Zugang zum Garten für bis zu 16 Gäste geplant. Hinzu kommen Räume für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, unter anderem für die ambulante Hospizarbeit, sowie ein Saal für bis zu 100 Personen.

Viel Geld von Stiftungen

Das Hospiz, das vom Architekturbüro Degle entworfen wurde und vom Bauunternehmen Dumberger (beide Königsbrunn) errichtet wird, ist für den Bauherrn ein ehrgeiziges Projekt. Der Trägerverein geht von sechs Millionen Euro Gesamtkosten aus. Laut Sieberth hat die Diözese ihren Zuschuss erhöht, sie gewährt 2,6 Millionen Euro. Jeweils eine halbe Million steuern die Deutsche Fernsehlotterie und die Paula-Kubitschek-Vogel-Stiftung bei. Wichtig sind Sieberth und dem Vereinsvorsitzenden, Domkapitular Armin Zürn, auch die Spender, die mit kleineren und mittleren Beträgen zum Gelingen des Vorhabens beitragen. „Das ist eine große Gemeinschaft. Wir sind aber noch auf weitere Spender angewiesen.“

Taufkapelle als Versammlungsraum

Das Hospiz soll nach den aktuellen Plänen im Sommer 2018 fertig werden. Der Umzug soll dann bis Herbst über die Bühne gehen. Gäste, Mitarbeiter und Angehörige sind in der Kirche und in der Kapelle von St. Martin willkommen. Auf der anderen Seite soll auch die Kirchengemeinde den Hospizsaal mitnutzen können. Momentan muss sie improvisieren. Da das Pfarrheim nicht mehr zur Verfügung steht, weichen die Gremien und Gläubigen derzeit auf Räume im Pfarrhaus und in der Kirche aus. „Die Taufkapelle wurde zum Versammlungsraum umgebaut“, sagt Mair. Weiter gediehen sind auch die Pläne für einen Anbau an das Pfarrhaus, wodurch ein neues, kleineres Begegnungszentrum entstehen soll. Laut Mair sollen demnächst bei der Stadt die Pläne für die Baugenehmigung eingereicht werden. „Wir hoffen, dass der Neubau noch in diesem Jahr losgehen kann.“

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