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26.10.2008

Bahn frei für die Eishalle

Der Sportausschuss der Stadt Augsburg hat die Bahn frei gemacht für die Voll-Einhausung des Haunstetter Eisstadions. Nachdem die Fach-Politiker einstimmig den Bau einer komplett geschlossenen Systemhalle aus Stahl in Höhe von 882 360 Euro beschlossen haben, fehlt nun nur mehr die Genehmigung durch den Stadtrat am 31. Oktober.

Danach könnte sofort mit der Realisierung begonnen werden. Der Ausschuss-Beschluss wurde deshalb mit der Maßgabe gefasst, dass die Halle bis zum Herbst 2009 fertiggestellt sein soll - zumal die acht Sportvereine im Haunstetter Eisstadion bereits in die dritte "dachfreie" Wintersaison gehen. Anfang 2007 hatte der Orkan Kyrill die Kunststoffhülle der Traglufthalle zerstört - zum zweiten Mal nach 1999.

So machte sich die Stadtverwaltung auf die Suche nach einer neuen, dauerhaften Lösung. Die nun beschlossene Halle in Stahlbauweise mit Blechdach wird an allen vier Seiten geschlossen, allseitig gedämmt und mit einer Lüftungsanlage ausgestattet. Architekt Alfred Poppe hatte den Ausschussmitgliedern zuvor andere, zum Teil auch kostengünstigere Hallenvarianten vorgestellt, aufgrund statischer Schwierigkeiten durch die Windlasten bei einer offenen Halle sowie Verschmutzung und Lärmemissionen zeigten sich alle Räte letztendlich überzeugt von der zwar teueren, wohl aber auch sinnvollsten Lösung mit Blick auf die Sportler. Da störte auch die "Lagerhallen-Optik" nicht zu sehr, zumal hier anschließend noch Verschönerungen angebracht werden könnten.

"Ich nehme meine Äußerung vom Lustschloss zurück", kommentierte Stadtrat Josef Hummel ( CSU) augenzwinkernd die Entscheidung, auch wenn er - ähnlich wie sein Kollege Willi Leichtle ( SPD) - den "energetischen Nachteil" bemängelte, dass die Halle hauptsächlich künstlich beleuchtet werden muss. Ein Lichtband würde, laut Architekt Poppe, nicht nur rund 50 000 Euro Mehrkosten bringen, sondern auch neue Schwierigkeiten bei der Belüftung und der Eisbereitung.

Zweimal war das Bauprojekt bereits verschoben worden, nun sieht es so aus, als könnte die dachfreie Zeit für die Vereine beendet werden. Zumal für die Halle im Nachtragshaushalt 2008 eine Ermächtigung veranschlagt wurde, dass für das Hallendach finanzielle Verpflichtungen bis zu 1,1 Millionen Euro eingegangen werden können.

Weitere Beschlüsse im Sportausschuss

Energie- und Pflegekostenzuschüsse Einstimmig wurden die Sportförder-Richtlinien im Bereich Energie- und Pflegekostenzuschüsse geändert. Hier gibt es künftig einen neuen Verteilungsschlüssel, den die Sportverwaltung mit Vereinsvertretern erarbeitet hat. Ebenso wie Tennishallen und Fußballplätze werden nun erstmals auch Radhallen, Skaterhockeyfelder und Kleinfelder bezuschusst. Da im Jahr 2008 auf Anträge der CSU (50 000 Euro Seniorensport) und der SPD (50 000 Euro gestiegene Energiekosten) 100 000 Euro mehr in den Haushalt eingestellt wurden, stehen Gelder in Höhe von 320 000 Euro zur Verfügung. So könne garantiert werden, dass kein Verein weniger bekommt, sagte Sportamtsleiter Zenner. Fraktionen übergreifend wurde betont, dass man für diese zusätzlichen 100 000 Euro dringend auch in den nächsten Jahren kämpfen müsse, um keinen "Verteilungskampf unter den Vereine" zu riskieren.

Wettkämpfe am Eiskanal Pro Augsburg-Stadtrat und Mitorganisator des Kanu-Weltcups, Karl-Heinz Englet, hat einen ersten Erfolg bei seinen Bemühungen um bauliche Verbesserungen am Eiskanal errungen. Der Sportausschuss traf einen einstimmigen Beschluss, dass die Verwaltung beauftragt wird, die Rahmenbedingungen für die Baumaßnahmen des Pro-Augsburg-Antrags zu prüfen und weiterzuverfolgen. In diesem Antrag hatten Englet und Fraktionsvorsitzende Beate Schabert-Zeidler die dringend nötigen Baumaßnahmen aufgelistet, um die Slalomstrecke am Eiskanal auch für die nächsten Jahre "weltcup-tauglich" zu halten. Der Neubau einer Nationenhalle in Höhe von 300 000 Euro steht für Englet dabei an vorderster Stelle. "Ich freue mich riesig, dass der Beschluss einstimmig getroffen worden ist", zeigte er sich erleichtert.

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