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Augsburg

02.10.2019

Bahn lässt zusätzlichen Morgenzug nach München fahren

Zwei Züge des Fugger-Express müssen aufwendig repariert werden. Das hat Folgen für den Fahrplan der Bahn im Raum Augsburg. Nun soll Abhilfe geschaffen werden.
Bild: Silvio Wyszengrad

Nach monatelanger drangvoller Enge im Morgenverkehr nach München ist Entlastung für Pendler in Sicht.

Die Bahn will ab kommenden Montag im Morgenverkehr nach München einen zusätzlichen Pendlerzug fahren lassen. Zusätzlich zu der besonders stark nachgefragten Verbindung um 6.39 Uhr ab Augsburger Hauptbahnhof fährt bereits um 6.31 Uhr ein Zug mit sechs Wagen und 780 Plätzen von Augsburg nach München. Am Nachmittag sorgt dieser Doppelstockzug für Entlastung im Pendlerverkehr zwischen München, Augsburg und Dinkelscherben.

Mehrere Triebwagen fielen aus

Beim Fugger-Express herrscht für Fahrgäste seit Monaten drangvolle Enge. Etliche Züge fahren in verkürzter Form mit einem Triebwagen weniger. Die Folge ist, dass die Züge auf dem Weg nach München spätestens ab Mering übervoll sind. Grund waren diverse Fahrzeugausfälle. Die Situation endgültig zum Kippen brachte ein Rangierunfall Ende Juni, bei dem zwei ET-440-Triebzüge des Fuggerexpress beschädigt wurden. Die Reparaturen sind aufwändig. Die Bahn reagierte mit verkürzten Zügen und ließ auf manchen Abschnitten Dieseltriebwagen fahren.

Pro Bahn hat eine Petition eingereicht

Seit Ende August, so der Fahrgastverband Pro Bahn, sei die Situation aber deutlich besser geworden, was die Fahrzeugverfügbarkeit betrifft. Der Fahrgastverband fordert nach wie vor, dass die DB Regio bis zum Ende ihres Vertrags 2022 (danach übernimmt der Konkurrent Go Ahead das Netz) mehr Ersatzzüge in der Hinterhand halten muss. Es gibt eine entsprechende Petition an den Landtag, die wohl im Oktober behandelt wird.

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Hintergrund der Misere ist, dass die Bahn ihre Werkstatt in München-Steinhausen voll ausgelastet hat. Dort werden neben der Münchner S-Bahn auch die Fugger-Express-Züge gewartet. Zuletzt gab es Ausfälle bei der S-Bahn, was Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf den Plan rief. Pro Bahn fürchtet nun, dass bei einer Priorisierung der S-Bahnen in der Werkstatt die Fugger-Express-Züge hinten runterfallen.

Was den neuen Morgenzug betrifft, wird dieser als Doppelstockzug betrieben. Der 6.39-Uhr-Zug wird als zweiteiliger Triebwagen-Zug fahren, der aus Ulm kommt. Beide Züge zusammen verfügen laut DB über mehr Plätze als im vom Freistaat bestellten Fahrplan vorgesehen. Um eine bessere Verteilung der Fahrgäste zu erreichen, sei es nötig, dass ein Teil den acht Minuten früher losfahrenden Zug nimmt.

Das Thema Ersatzfahrzeuge soll ab Ende 2022, wenn Go Ahead übernimmt, anders geregelt werden. In seiner Ausschreibung forderte der Freistaat mehr Kapazitäten. Wie berichtet will Go Ahead zudem ein Betriebswerk in Langweid bauen. Auf diese Weise könne man bei Ausfällen auch schnell reagieren. Im aktuell gültigen Vertrag zwischen Freistaat und DB sind Ersatzkapazitäten nicht vorgesehen. Allerdings gibt es Spielräume für die Zeit von 2019 bis 2022, weil für diesen Zeitraum ein neuer Vertrag zwischen Freistaat und DB abgeschlossen werden muss.

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