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Augsburg

31.05.2015

Bahnhofstunnel: Jetzt beginnen die Arbeiten im Gleisbereich

Die Arbeiten für den Bahnhofstunnel gehen in eine neue Phase, und zwar im Bereich der Gütergleise. Ein Riesenbohrer kommt zum Einsatz.
Bild: Thomas Hosemann

Nächster Schritt in Sachen Bahnhofstunnel: Ein großer Bohrer bereitet ab Montag die Baugrube vor. Die Stadtwerke erklären, warum es nicht laut wird.

Für den Straßenbahntunnel unter dem Hauptbahnhof haben die Arbeiten im Bereich der Gütergleise begonnen. Fünf Gleise werden in den nächsten Wochen mit Behelfsbrücken für den weiteren Bau vorbereitet. Dafür werden Gleisabschnitte ausgebaut. Ab dem heutigen Montag nimmt ein großes Bohrgerät seine Arbeit auf. In den kommenden Wochen werden so die Voraussetzungen für den Aushub der Baugrube für den Straßenbahntunnel im Gütergleisbereich des Hauptbahnhofs geschaffen.

Behelfsbrücken werden eingerichtet

In kommender Woche werden die fünf Gütergleise in Teilen abgebaut sein. An den Stellen, an denen künftig der Tunnel unter den Gleisen verläuft, werden Behelfsbrücken errichtet, erklärt Stadtwerkesprecher Jürgen Fergg. So kann später das Erdreich darunter für den Tunnelbau ausgegraben werden, ohne den Güterverkehr wesentlich zu beeinträchtigen. Dazu werden mit einem Bohrgerät Stahlträger als Fundamente ins Erdreich eingebracht. Darauf werden anschließend die bis zu 20 Meter langen Behelfsbrückenteile gelegt und die Gleise wieder montiert. Parallel werden für den Bau der künftigen Tunnelbaugrube mit dem Bohrgerät Stahlträger in den Boden eingebracht. Dazu werden im Abstand von etwa zwei Metern Löcher gebohrt, in die die Träger eingeführt und im Fußbereich einbetoniert werden. Weil die Träger eingebohrt und nicht eingerüttelt werden, sei die Lärmbelästigung für Anwohner minimiert, versprechen die Stadtwerke. Später werden beim Ausbaggern der Baugrube nach und nach Holzbohlen zwischen die Stahlträger geschoben, sodass eine standsichere Wand für die Baugrube entsteht.

Die ersten 120 Meter auf dem Weg zur Straßenbahnhaltestelle unter dem Augsburger Hauptbahnhof sind fast fertig. So sieht es dort in 16 Metern Tiefe unter dem Bahnhofsvorplatz jetzt aus.

Im Bereich der künftigen Böschung der Tunnelausfahrt an der Rosenaustraße werden ab Juli auf der Südseite mit einem weiteren Bohrgerät Betonbohrpfähle in die Erde eingebracht. Ab August bis Jahresende wird die 70 Meter lange und bis zu 14 Meter tiefe Baugrube ausgebaggert. Gleichzeitig wird der 50 Meter lange Einschnitt in die Hangkante von der Rosenaustraße bis zur Tunneleinfahrt ausgehoben. Der Aushub wird mit Lastwagen Richtung Gögginger Straße abtransportiert und auf einer angemieteten Fläche in der Nähe der Fußballarena für die Altlasten-Analysen zwischengelagert.

Tramhaltestelle im zweiten Untergeschoss

Ab kommendem Jahr werden in der Baugrube die Bodenplatten, Wände und Decken des Tunnelbauwerks hergestellt. 2022 soll der Straßenbahntunnel samt Haltestelle unter dem Hauptbahnhof in Betrieb gehen. Die Tramhaltestelle liegt dann im zweiten Untergeschoss und ist barrierefrei.

Die Gesamtkosten liegen bei 143 Millionen Euro plus Nebenkosten (etwa Projektmanagement). Geplant waren ursprünglich 114 Millionen. Außerdem verlängerte sich die Bauzeit um drei Jahre. Und bereits jetzt kündigen die Stadtwerke an, dass es noch teurer werden kann. Schuld sei die allgemeine Baupreissteigerung. AZ

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