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15.07.2010

Barfußwiese: Noch nichts entschieden

Antonsviertel/Göggingen Manchmal muss Grünamtsleiterin Maria Dobner unpopuläre Entscheidungen treffen. Dann nämlich, wenn es um die Sicherheit von Menschen geht. Verkehrssicherheit heißt es im Behördendeutsch, sie bezieht sich auf den öffentlichen Raum, in dem wir uns alle tagtäglich bewegen.

In Sachen Barfußwiese sei zwar noch nichts entschieden, aber zunächst musste Dobner die Idee von Volker Picht ausbremsen.

Was war passiert? Volker Picht ist ein pensionierter Ingenieur, der sich als Abteilungsleiter bei der DJK Göggingen einbringt und viele Ideen hat. Unter anderem die der Barfußwiese im Wittelsbacher Park. "Ich stelle mir da ein etwa 40 mal 25 Meter großes und vom restlichen Park sichtbar abgetrenntes Stück Rasen vor, auf dem Kinder spielen und Erwachsene barfuß laufen können ohne die Angst, in Hundekot oder gar Glasscherben zu treten." Das Areal, so Pichts Vorstellung, soll durch einen Zaun und einen Innen-Sandstreifen eingefasst sein.

Pläne liegen überall bei der Stadt

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Einen entsprechenden Plan hat Picht gezeichnet und mit Ziel und Absicht seines Vorhabens an das Grünamt, das Gesundheitsamt, den Seniorenbeirat und das Sport- und Bäderamt geschickt.

Alle bescheinigen dem engagierten Wahl-Gögginger die positive Wirkung des Barfußlaufens. Allein an der Umsetzung könnte es derzeit scheitern. Der Grund: Die Verkehrssicherheit muss von der Stadt gewährleistet werden, wenn sie die Fläche explizit als Barfußwiese ausweist. "Aber diese Verkehrssicherheit können wir nicht garantieren", so Dobner. "Wir müssten täglich 24 Stunden lang kontrollieren, ob das Areal sauber und unbedenklich zu betreten ist." Das aber könne die Stadt nicht leisten.

Aufgeben wollen aber weder Picht noch die Grünamtschefin. Dobner plädiert eher dafür, sich die bereits abgetrennten Flächen, die ohnehin schon vom Sport- und Bäderamt betreut werden, anzuschauen und auf die Tauglichkeit einer Barfußwiese zu prüfen. Das Sport- und Bäderamt gehe dem Vorschlag bereits nach, hieß es auf Anfrage unserer Zeitung.

Keinen Einfluss auf Baumfällung

Wenn das auch nicht ginge, so Dobner, "setzen wir uns noch einmal mit Herrn Picht zusammen und schauen, was vielleicht doch geht."

Auch zur gefällten Birke auf dem Marktkauf-Gelände in der Bergiusstraße äußerte sich Dobner: "Birken fallen nicht unter die Baumschutzverordnung, das heißt, der Besitzer des Grundstücks muss keine Fällgenehmigung bei uns einholen." Wie berichtet, hatte die Fällaktion einigen Staub aufgewirbelt. Die Birke sei krank gewesen, erklärte auf Nachfrage Bernd Seng, Geschäftsführer des Lebensmittelmarktes.

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