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Baugebiete: Gesicht der Stadt verändert sich

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Kommentar Von Stefan Krog
11.07.2019

Augsburg braucht neue Wohnungen und die Stadt will wieder freie Fläche dafür nutzen. Das wird ihr Gesicht verändern. Doch was ist die Alternative?

Die Umrisse der besiedelten Fläche im Augsburger Stadtgebiet werden in einigen Jahren anders aussehen als heute: Haunstetten Südwest wird auf heutigem Ackerland entstehen,  ebenso die Erweiterung der Hammerschmiede, sofern die jetzt angestellten Überlegungen fortgesetzt werden, und dann möglicherweise auch noch das Gewerbegebiet in Lechhausen. Zählt man alles zusammen, kommt man auf über 280 Hektar – die Hälfte der Größe von so manchem Stadtteil. Bei all dem gilt: Ackerland geht unwiederbringlich für die Lebensmittelproduktion verloren, der Anteil an versiegelter Fläche steigt. Die Stadt und die Stadtgesellschaft stecken in einem Dilemma.

Neue Wohnungen für Augsburg

Denn grundsätzlich ist es nötig, dass in Augsburg neue Wohnungen entstehen. Industriebrachen und Kasernengelände wurden in Augsburg in den vergangenen 20 Jahren bevorzugt genutzt, um zu bauen. Wo ohnehin schon ein Gebäude stand, ist der Eingriff in die Natur durch einen Neubau relativ gering. Doch diese Areale sind nun aufgebraucht.

Kritik an Nachverdichtung in Augsburg

Und auch die Idee, in bestehenden Vierteln nachzuverdichten, ist nicht so einfach. Der Charakter von Quartieren ändert sich, wenn in Straßen mit Einfamilienhäusern auf einmal Mehrfamilienhäuser entstehen. In Hochzoll-Süd ist der Ärger in der Ifenstraße nach wie vor nicht verraucht und hat zur Gründung einer Bürgerinitiative geführt. Wo aufgestockt und angebaut wird, mehrt sich der Verkehr in bestehenden Vierteln.

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Es wird nötig werden, zu diskutieren, wie das Wachstum gestaltet werden kann. Kein Flächenverbrauch, keine Nachverdichtung und mehr Wohnungen auf einmal zu bekommen, wird nicht funktionieren.

Lesen Sie auch: Stadt erwägt Baugebiet in der Hammerschmiede

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