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Bauschutz statt Baumschutz: Umweltreferent braucht mehr Mut

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Kommentar Von Eva Maria Knab
11.07.2019

Immer wieder leiden Bäume unter Bauvorhaben. Warum Umweltreferent Reiner Erben mehr Mut haben sollte, grüne Ziele durchzusetzen.

Bauen ist in Augsburg ein Mega-Thema. Der Wohnungsbau wird politisch mit Hochdruck vorangetrieben. Da muss man sich nicht wundern, wenn Juristen der Bauverwaltung eine „Schwarze Liste“ für Baufirmen, die alten geschützten Bäumen den Garaus machen, nicht gut finden. Denn ein Schwarzbuch für Baumfrevler würde das Bauen in Augsburg wohl komplizierter machen, und die Stadtverwaltung hätte damit mehr Arbeit.

Lassen sich die Grünen ihren Antrag platt machen?

Die Frage ist jetzt, ob sich die Grünen als Teil der Stadtregierung ihren Antrag so einfach platt machen lassen, noch dazu unter Beihilfe ihres eigenen Referenten. Schließlich ist es so, dass die angeblich wirkungsvollen Vergaberegeln bei Bauvorhaben schwere Baumschäden und Fällungen im geschützten Grün bislang nicht verhindert haben.

Eine „Schwarze Liste“ für Baufirmen wäre ein scharfes Schwert, um dies in Zukunft wirkungsvoll zu verhindern. Eher harmlos sind Sanktionen über die städtische Baumschutzverordnung – auch wenn sie verschärft werden sollte. Damit lässt sich nicht einmal ein Baustopp durchsetzen, wenn geschütztes Grün auf einer Baustelle akut in Gefahr gerät. Dabei sind Bäume so wichtig. Nicht nur fürs Stadtbild. Sie regulieren wirkungsvoll das Klima in der Stadt, so dass sich Menschen wohl fühlen. Solche ureigenen Ziele der Grünen mit Nachdruck durchzusetzen, sollte die Sache des Umweltreferenten sein.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Keine „Schwarze Liste“ gegen Baumfrevler?

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