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Augsburg

15.04.2016

Baut sich Putin eine geheime Kampftruppe in Augsburg auf?

Wladimir Putin (l) und sein Verteidigungsminister Sergej Schoigu.
Bild: Sergej Chirikow (dpa)

Bis zu 300 Männer sollen deutschlandweit im Untergrund trainieren. Ein Russland-Experte nennt auch eine Kampfsportschule in Augsburg. Was deren Chef zu den Vorwürfen sagt.

Der Russland-Experte Boris Reitschuster zeichnet ein dramatisches Szenario. In seinem neuen Buch beschreibt er Kämpfer, die schnell, brutal und jederzeit für den Ernstfall bereit seien. Er geht davon aus, dass in ganz Deutschland Männer in Kampfschulen im Auftrag des russischen Präsidenten Wladimir Putin trainieren. Seinen Recherchen zufolge auch in Augsburg.

Der gebürtige Augsburger und Journalist Reitschuster, der mehr als 15 Jahre die Redaktion des Focus in Moskau leitete, sagt im Gespräch mit unserer Redaktion, der russische Präsident baue in Deutschland eine Untergrund-Truppe mit Kämpfern auf. Diese Truppe besteht nach seinen Angaben aus 250 bis 300 Männern. Sie beherrschten die russische Kampfkunst „Systema“, also den waffenlosen Nahkampf mit Griffen, Schlägen und Tritten. Reitschuster, der ein Jahr lang unter anderem Akten von Geheimdiensten gesichtet hat, ist sich sicher: Die Männer stehen ihrem russischen Präsidenten unbedingt und loyal zur Verfügung. Das mache sie so gefährlich. Und die Gefahr drohe nicht irgendwo in Deutschland, sondern vor allem in Süddeutschland, wo „Systema“ am weitesten verbreitet sei. Er nennt eine Adresse in Augsburg-Lechhausen.

Putin-Kämpfer in Augsburg: "Lächerliche Aussage"

Dort fühlt sich Andreas Weitzel nach der Veröffentlichung von Reitschusters Buch „Putins verdeckter Krieg“ zu Unrecht angegriffen. Seit bald 20 Jahren führt Weitzel seine Kampfschule. Werden Putin-Kämpfer aus seinem Haus rekrutiert? „Das ist eine lächerliche Aussage“, sagt Weitzel. „Bei uns trainieren Kinder, Frauen, viele Einheimische.“ Er selbst habe gar nichts mit Russland zu tun: „Ich bin Staatsangehöriger Deutschlands.“

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Der Journalist Reitschuster will das nicht anzweifeln: „99,99 Prozent seien ganz normale Sportler“, sagt er – auch in der Augsburger Kampfschule. Aber es gebe einen kleinen Anteil an Männern, der Putins Plan folge. Und der laute, die alte Tradition aufleben zu lassen.

Mit alter Tradition meint Reitschuster das frühere System des russischen Geheimdienstes KGB, der für die Öffentlichkeit unsichtbare Kampftruppen in fremden Ländern einsetzte. So soll es Putin laut seinen Recherchen nun wieder tun, und dabei Kämpfer für das Militär abschöpfen. Es gelte aber nicht vorrangig der militärische Zweck. Was dem Kreml wirklich wichtig sei, sagt Reitschuster, das sei das Mittel der sogenannten hybriden Kriegsführung. Russland mache, was es auch vom Westen vermute: die Opposition finanzieren, Medien beeinflussen – oder, eben: Untergruppen bilden. Diese Untergruppen würden dann die sozialen Netzwerke infiltrieren, sich in der Türsteher-Szene organisieren; sie liefen bei Demonstrationen mit oder dienten ganz einfach als Dienstleister, zum Beispiel als Geldbote.

Putin-Befehl: "Schwierig zu sagen"

Dabei blieben Mitglieder dieses „Sumpfs“ – wie Reitschuster es nennt – in der Öffentlichkeit unsichtbar und führten ein „ganz normales Leben“. Bis zu dem Zeitpunkt, sagt Reitschuster, an dem ein Befehl des russischen Präsidenten kommt. Wie könnte dieser lauten? „Schwierig zu sagen“, meint Reitschuster.

In Augsburg-Lechhausen widerspricht Kampfsportlehrer Andreas Weitzel dieser Theorie. Er kenne seine Mitglieder. Und die ließen sich nicht vom Kreml anwerben.

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Die Diskussion ist geschlossen.

17.04.2016

Hintergründiges hierzu:

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47925/1.html

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17.04.2016

Hintergründiges hierzu:

http://www.heise.de/tp/artikel/47/47925/1.html

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17.04.2016

Mensch ist das lächerlich! Und unwürdig für unsere Zeitung.

Otmar Selder

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17.04.2016

Sehr geehrte Redaktion,

wie lange wollen Sie das Reitschusterssche Hirngespinst eigentlich noch so prominent herausgehoben auf der Titelseite präsentieren.

Sie sind in Ihrer dumpf-primitiven Putin-Phobie bald im trash-Segment der Meinungsmache angekommen.

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16.04.2016

Baut sich Putin eine geheime Kampftruppe in Augsburg auf?

.

Ein Bericht über den Pflegebetrug wäre vielleicht sinnvoller gewesen...

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17.04.2016

Werter Herr P.,

das bringt doch nichts. Den Pflegebetrug kann man nicht Putin anlasten und damit passt das halt nicht in die Meinungsmache der Putin-Phobie. Da sind Reitschusters Hirngespinste schon viel dankbarer.

Das ist halt Qualitätsjournalismus

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16.04.2016

Putin versus Erdogan.

Die "Russen" haben kapiert, dass das Erdogan schon lange macht. Türken überschwemmen Deutschland schon seit Jahren mit Kampfsportschulen.

Wo soll das enden? Deutschland als Schlachtenort für internationale Auseinandersetzungen? Also zurück in die Zeiten des kalten Krieges?

Soviel zum "Topjournalismus"! ;-)

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16.04.2016

Ist das jetzt ein Spaß- oder ein Ernst-Artikel. Wohl eher ersteres. [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Militaer/smilie_mil_069.gif[/img][/url]

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16.04.2016

Nachdem die Putin-Bildchen aus Berichten über die Panama Papers urplötzlich verschwunden sind und mehr oder weniger nutzlos auf den Servern der Redaktionen herumliegen, kommt es einigen "Qualitätsjournalisten" sehr gelegen, dass dieser nur von ganz wenigen ernst genommene Augsburger "Russland-und Putin-Experte" gerade durch die Medienlandschaft tingelt.

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16.04.2016

Ist der Artikel vom Postillon geklaut? Ich mag Putin zwar auch nicht, aber diese Story erscheint in vielfacher Hinsicht an den Haaren herbeigezogen und taugt bestenfalls als wilde Verschwörungstheorie. Seit Putin Merkels katastrophale Flüchtlingspolitik kritisiert hat, ist er in der deutschen Presselandschaft offenbar der neue Satan.

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16.04.2016

So was hat die Augsburger Allgemeine doch gar nicht nötig.

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16.04.2016

250 - 300 bedingunslose Nahkampf-Kämpfer Putins, sehr gefährlich für D. -

Langsam aber sicher ist die Online--Site dieser Zeitung nicht mehr ernst zu nehmen.

Was soll der Quatsch??

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15.04.2016

Wollte noch ergänzen:

Liebe Redaktion,

ein Bild mit Putin und einem finnster dreinblickenden Militär, dazu der martialische Titel - Erinnerungen an die dunkelsten Zeiten des Kalten Krieges werden wach. Adenauer sagte einst sinngemäss, dass "die Russen ihre Pferde im Rhein tränken wollen, was zu verhindern sei".

Dank Boris Reitschuster und Alex Hechelmann sind wir fast schon wieder soweit - zumindest im Biotop des Einzugsgebietes unseres Heimatblättchens.

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15.04.2016

Herrn Reitschuster darf man doch mit seiner Putin-Phobie bei Gott nicht ernst nehmen. Er kokettiert mit ein paar Jahren Journalismus in Moskau, mit Studien dort und familiären Verbindungen - daraus wird dann ganz schnell einer zum Experten stilisiert.

Sein Hauptmotiv - und die Augsburger Allgemeine ist da dankbarer Steigbügelhalter - ist doch ganz einfach etwas Werbung für sein Buch zu machen.

Ziemlich billige Propaganda; dass die integrationsunwilligen Deutschen aus Kasachstan etc. nahrhaften Boden für Dinge aller Art bilden ist doch keine Neuigkeit. Nur die unbegrenzte Aufnahme, die Nichtintegration, die Ghettoisierung, all das ist ja nun bestimmt nicht die Verantwortung Putins und seiner Gesellen.

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15.04.2016

Muss noch was hinzufügen !!

Der Gute, Allgemeine Reporter, der das geschrieben hat, sollte sich etwas zurückhalten.

Kampftruppe in Augsburg ????

300 sollen es Deutschlandweit sein und er tut so als ob alle in Augsburg sind.

Finde ich gelinde gesagt " schei...e "

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15.04.2016

Stell dir einfach vor " nichts ist unmöglich "

Glaubt irgend jemand noch, das wir ein friedliches Bayern sind ???

Denke nicht, bei so vielen Verbrecher - Organisationen, die bei uns tätig sind.

So lächerlich finde ich die Aussage auch wieder nicht .

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