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Augsburg

10.11.2011

Bayernkolleg: Wohnheim soll neu gebaut werden

Das Schulgebäude (Bild) und das Wohnheim des Bayernkollegs sind Sanierungsfälle. Sie sollen für 17 bis 22 Millionen Euro renoviert beziehungsweise neu gebaut werden.
Bild: Foto: Silvio Wyszengrad

Für die Sanierung des Bayernkollegs und des Wohnheims liegen zwei Varianten auf dem Tisch. Beide sehen einen Neubau des Wohntraktes an der Schillstraße vor.

Der Freistaat müsste demnach 17 bis 22 Millionen Euro in die Schule stecken, an der junge Erwachsene auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachmachen. Gelder für Planung und Sanierung sollen spätestens im Landeshaushalt für 2013/2014 enthalten sein. SPD, Grüne und CSU wollen aber möglichst schon früher mit den Planungen beginnen.

Unstrittig ist, dass das Schulgebäude und das Wohnheim marode sind. Das hatte dazu geführt, dass das Kultusministerium über eine Schließung nachdachte. Mit massiven Protesten rangen die Augsburger dem Freistaat den Erhalt ab. Daraufhin prüfte das Staatliche Bauamt verschiedene Wege, um die Gebäude zu sanieren. Zwei Vorschläge kamen gestern im Landtags-Bildungsausschuss auf den Tisch:

Neubau und Sanierung Das Wohnheim soll abgerissen und neu errichtet, die Schule saniert werden. Das würde 17 Millionen Euro kosten. Möglicherweise kämen noch ein bis zu zwei Millionen für einen Containerbau hinzu, in dem die Schüler übergangsweise unterrichtet würden.

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Neubau und Umzug Auch in der zweiten Variante gäbe es ein neues Wohnheim. Die Schule würde in das Uni-Gebäude nebenan umziehen. Dieser Plan hat laut Kultusministerium einen Haken: Er wäre womöglich nicht so schnell umsetzbar, weil die Uni einen Auszug nur mittel- oder langfristig in Aussicht stellen könne. Zudem lägen die Kosten bei rund 22 Millionen Euro.

In beiden Fällen rechnet das Ministerium mit einer Planungszeit von zwei und einer Bauzeit von rund drei Jahren. Angesichts der hohen Kosten müsste entweder der Bau-etat erhöht, oder die Maßnahme zeitlich gestreckt werden.

Die Tendenz geht in Richtung Sanierung

Im Ausschuss gab es nach den Worten der SPD-Abgeordneten Simone Strohmayr „eine Tendenz“ zur ersten Variante, „weil sie am schnellsten umzusetzen ist“. Christine Kamm von den Grünen, die das Thema per Antrag auf die Tagesordnung hoben, will sich im Frühjahr vor Ort ein Bild machen.

Vorher stehen Finanzfragen an. Nach jetzigem Stand sollen Mittel für die Planung und den Bau „mit höchster Priorität“ – so das Ministerium – für den Doppelhaushalt 2013/2014 beantragt werden. Der SPD und den Grünen dauert das zu lange. Simone Strohmayr und Christine Kamm wollen erreichen, dass schon im Nachtragshaushalt 2011/2012 Geld dafür vorgesehen wird.

Aus Sicht ihres CSU-Kollegen Josef Miller ist das nicht möglich. Der Abgeordnete, einst selber Schüler am Kolleg, sagt: „Wir fordern nichts, was von vorneherein ausgeschlossen ist.“ Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Georg Winter (CSU), kann sich aber vorstellen, dass die Planungen im Jahr 2012 mit Geld aus anderen Töpfen vorangebracht werden können. Anschließend solle das Projekt für den Haushalt 2013/2014 angemeldet werden.

Aus Augsburger Sicht ist wichtig, dass in beiden Varianten das Wohnheim erhalten bleiben soll, denn damit ist das Kolleg weiter eine staatliche Schule. Laut Schulreferent Hermann Köhler kam das wichtigste Signal für die Zukunft des Kollegs schon im Sommer: Die Stelle des Rektors wurde neu besetzt.

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