1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Bekommt die Doppelbock-Alm auf dem Plärrer noch eine Chance?

Augsburg

05.09.2019

Bekommt die Doppelbock-Alm auf dem Plärrer noch eine Chance?

Partystimmung in der Doppelbock-Alm: Die Zukunft der Hütte ist ungewiss, weil der Auf- und Abbau nach Angaben des Wirts sehr aufwendig ist.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Der Auf- und Abbau der Doppelbock-Alm auf dem Plärrer ist sehr aufwendig. Wirt Helmut Wiedemann äußert sich zur Zukunft der Hütte - und zu Gerüchten.

Herr Wiedemann, Sie betreiben seit einem Jahr die Doppelbock-Alm auf dem Plärrer. Doch die Zukunft der zweistöckigen Gastro-Hütte ist ungewiss. Womöglich steht sie das letzte Mal auf dem Platz. Es machen Gerüchte die Runde, Ihnen gehe finanziell „die Luft aus“. Was sagen Sie dazu?

Nein, die Luft geht mir nicht aus. Im Gegenteil. Als ich mich letztes Jahr für den Plärrer beworben habe, wusste ich genau, worauf ich mich einlasse. Ich weiß, dass ich in den ersten Jahren finanziell erst ordentlich zuschießen muss. Deshalb nenne ich es auch ein Hobby, ein Hobby kostet Geld. Wenn Sie es auf den Fußball übertragen, ist es so: Ich bin jetzt Hobbyspieler, in fünf Jahren möchte ich Amateur sein und in zehn Jahren ein Profi – und dann verdiene ich auch Geld.

Was ist dann genau das Problem, weshalb Sie Ihr Plärrer-Engagement momentan infrage stellen?

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Es geht alleine um den Auf- und Abbau. Das Aufbauen der Almhütte ist so aufwendig, dass zwischen Frühjahrs- und Herbstplärrer zu wenig Zeit bleibt. Das Zeitfenster ist so klein, dass ich quasi sofort wieder mit dem Aufbau beginnen muss, wenn das letzte Element abgebaut ist. Das ergibt keinen Sinn, auch wirtschaftlich nicht, wenn ich dafür mehrere zehntausend Euro ausgeben soll. Dieses Geld spende ich lieber für einen guten Zweck.

Helmut Wiedemann feiert auf dem Herbstplärrer 2018 mit seiner Almhütte Premiere.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Stadt argumentiert auch damit, dass das Plärrergelände als Parkplatz genutzt wird und deshalb den Sommer über nichts stehen bleiben darf.

Der Auf- und Abbau hat da aber keinen Vorteil. Zum einen ist die Zeitspanne, in der alles weg ist, nur sehr klein. Und es würden sogar noch mal rund 30 Prozent mehr an Parkfläche wegfallen, denn wenn ich wieder neu aufbaue, brauche ich neben der Grundfläche der Hütte auch einen Arbeitsraum. Lastwagen, Stapler und Kran benötigen Platz. Man kann eine Holzhütte wie die Doppelbock-Alm nicht mit einem Festzelt vergleichen. Ein Zelt lässt sich schneller aufbauen, selbst wenn es deutlich größer ist.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich bin in ständigen Gesprächen – auch mit der Firma, die die Hütte gebaut hat, und mit der Stadt. Ich werde mich für das nächste Jahr wieder für den Plärrer bewerben, aber wohl mit der Bedingung, dass ich die Hütte zwischen Frühjahrs- und Herbstplärrer stehen lassen muss. Es gibt auch Gerüchte, ich wollte die Hütte gleich das ganze Jahr stehen lassen. Das ist Quatsch.

Lesen sie dazu auch: Das dritte Plärrer-Festzelt steht auf der Kippe (Plus+)

Das könnte Sie auch interessieren: Wie teuer ist der Plärrer wirklich? (Plus+)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren