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Augsburg

24.01.2019

Bereichernde Bauten im Herrenbach

Projektleiter Matthias Bugar und Prokurist Christian Eger (von links) unterscheiden zwischen dem L- und dem I-Bau in der Herrenbachstraße.
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Projektleiter Matthias Bugar und Prokurist Christian Eger (von links) unterscheiden zwischen dem L- und dem I-Bau in der Herrenbachstraße.
Bild: Annette Zoepf

Als Tüpfelchen auf dem „I“ fehlt nur noch eine Aufzugskabine für Aufgang Nummer 14. Jetzt kommt der L-Bau an die Reihe. Alle 115 Wohnungen erhalten großzügige Balkone.

Sie nennen sich „Abwickler“ und koordinieren als solche die Sanierung der ehemaligen Mawog-Blöcke in der Herrenbachstraße. Was vom Straßenrand aus laut Christian Eger, Prokurist der Infrabau GmbH, und Projektleiter Matthias Bugar schon sehr fortgeschritten aussieht, macht bis zur Fertigstellung aber noch einiges an Arbeit. Die Hausnummern 18 und 16 sind fertig, in 14 werde jetzt die Innensanierung angegangen. Während bei den beiden anderen die sogenannten Aufzugtürme bereits komplett stehen, fehlt im dritten noch die Kabine. Das liege daran, dass sie beim Um- und Einzug nicht gleich wieder beschädigt oder beschmutzt werden soll.

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Mit dem Sanierungsprojekt der in Oberhausen ansässigen Infrabau GmbH erfährt das Viertel nach Einschätzung von Eger eine „absolute Bereicherung“. Gleichzeitig mit der Aufwertung des Wohnraumes komme auch die Fernwärme ins Viertel. Die Fassaden sind nicht mehr graubraun verschmutzt, sondern bereits strahlend weiß. Die Bestandswohnungen bekommen, wie es heißt, alle Balkone. „Großzügige Balkone“, wie die beiden Infrabau-Verantwortlichen sagen. Schließlich werden sie eine Fläche von rund zehn Quadratmeter aufweisen. Die insgesamt 115 Wohneinheiten, mit deren Sanierung im Frühjahr 2017 begonnen wurde, werden für einen Quadratmeterpreis von zehn Euro vermietet. Da im Bestand und noch dazu „strangweise“ saniert wird, müssen die Mieter teilweise auf die gegenüberliegende Seite ihrer Etage umziehen. Derzeit findet die Umsiedlung der letzten vier Mieter von Aufgang 14 statt.

Mieter müssen umgesetzt werden

Eger und Bugar unterscheiden zwischen dem „I-Bau“ und dem „L-Bau“, wie sie auf einem Plan (siehe links) veranschaulichen. Die Aufgänge 22 und 24 stehen komplett leer, 24a und 24b sind noch voll bewohnt, aber unsaniert. Da beabsichtigt ist, alles zu sanieren, müssen die Mieter auch in diesen Aufgängen noch umgesetzt werden.

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Das genaue Ende der Arbeiten ist derzeit noch nicht absehbar. Auch die Außenbereiche und Zugänge müssen noch gestaltet werden. Im rückwärtigen Bereich des Areals, das in der Hand von zwei Investoren liegt, stehen bereits vier der geplanten Gebäude im Rohbau. Im Südwesten werde der letzte Würfel gerade gebaut. Der Quadratmeterpreis liege bei den Neubauten sicher über zehn Euro, bestätigt Eger.

Das Projekt geht nur miteinander

Die Baustelle zeigt sich als logistische Herausforderung. Während das „I“ bereits zu Dreiviertel fertiggestellt ist, liegt der Baufortschritt beim „L“ bei etwa 45 Prozent. Laut Christian Eger geht das gesamte Projekt nur miteinander. Derzeit führe er mit den in ihren Wohnungen verbliebenen Mietern laufend Gespräche, um die Abwicklung für alle einvernehmlich zu gestalten und zu koordinieren.

Innerhalb Augsburgs hat die Infrabau GmbH mit ähnlich großen Bauprojekten schon Erfahrung. Nach Auskunft von Christian Eger und Matthias Bugar wurde zuletzt in Haunstetten ein großes Vorhaben realisiert. Es handelt sich um den Neubau „Stadtquartier Süd“ mit 68 Eigentumswohnungen und 31 Stadthäusern an der Bürgermeister-Rieger-Straße.

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