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Oper

18.03.2015

Bestnoten für „Wozzeck“

Bis hin zur Klarsichtfolie im Bühnenbild überzeugt die „Wozzeck“-Inszenierung die Kritik.
Bild: A.T. Schaefer

Augsburger Inszenierung überzeugt die Kritiker

Mit Alban Bergs Oper „Wozzeck“ ist dem Theater Augsburg ein großer Wurf gelungen. Diesen Eindruck hat man, wenn man die Kritiken, die auch in überregionalen Zeitungen zu dieser Inszenierung von Ludger Engels erschienen sind, liest. Von einer „furiosen Neuinterpretation“ fern aller Rezeptionsklischees schreibt die Frankfurter Allgemeine. Imponierend seien die Ensembleleistungen im Einzelnen wie im Ganzen. Und auch die musikalische Ausführung bekommt gute Noten: „Unter Roland Techet spielt das Orchester mit kräftigen Akzenten, scharf, doch auch atmosphärisch subtil.“

„Eine etwas ruppigere, härtere, schrillere musikalische Gangart hätte diesen ,Wozzeck‘ noch überzeugender gemacht“, befindet zwar der Kritiker des Bayerischen Rundfunks, Peter Jungblut, doch attestiert auch er dem Theater Augsburg, „eine unbedingt sehenswerte Produktion“ im Spielplan zu haben. Vor allem hebt er hervor, wie zeitgemäß und aktuell der Ansatz der Inszenierung ist: „Bei ihm (dem Regisseur, Anm. d. Red.) haben die Menschen keine Probleme, sondern machen sich welche – das Ganze könnte in Berlin-Mitte spielen oder an jedem anderen angesagten Szene-Ort.“

Bemerkenswert ist für die Kritiker allerdings nicht nur die Regie, sondern auch das Bühnenbild von Ric Schachtebeck, der mit Ludger Engels bereits für „Intolleranza“ in Augsburg zusammenarbeitete. Vor allem die Verwendung der Klarsichtfolie, mit der Wozzeck im Laufe der Handlung seine Kammer und zum Schluss auch sich selbst verhüllt, wird als sinnstiftendes Element empfunden. So schreibt Egbert Tholl in der Süddeutschen Zeitung: „Die Sache mit der Folie ist eine tolle Idee, weil sie an sich so simpel ist, im Gefüge des Geschehens drumherum aber etwas ganz und gar Unheimliches kriegt.“ Ans Herz gehe die Aufführung wegen der hervorragenden Sängerleistungen, in erster Linie der Robin Adams’, der die Titelrolle mit „wunderbarer Selbstverständlichkeit“ singe und spiele. Aber auch Sally du Randt hebt Tholl hervor, „bei der man wie stets verblüfft ist, über welchen Schatz das Augsburger Theater da verfügt“.

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Eine bürgerliche Ehehölle zeigt die Augsburger „Wozzeck“-Inszenierung für Markus Thiel, den Kritiker des Münchner Merkur. Zusammenfassend stellt er in seiner Rezension fest: „Eine mutige Stückwahl mit einem ebenso mutigen Regie-Ansatz – was sich nicht nur in Augsburg sicher noch herumsprechen wird“.

heute um 19.30 Uhr, weitere Termine am 26.und 29. März

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