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Augsburg

27.11.2020

Betrüger versuchen mehrfach, Senioren am Telefon zu täuschen

In Augsburg kam es am Donnerstag gleich zu mehreren Versuchen, am Telefon den sogenannten Enkeltrick durchzuziehen.
Foto: Arno Burgi, dpa (Symbolbild)

Am Donnerstag kam es in Augsburg und Gersthofen zu mehreren Fällen, in denen der Enkeltrick versucht wurde. Die Polizei gibt Tipps, mit solchen Anrufen umzugehen.

In Augsburg und Gersthofen wurden am Donnerstag wieder einige Bürger von falschen Enkeln oder falschen Verwandten/Bekannten angerufen. Die Angerufenen durchschauten laut Polizei in allen Fällen den Trick und es kam zu keiner Geldübergabe. In Bergheim wurde am Donnerstagvormittag ein Senior von seinem vermeintlichen Enkel angerufen. Der "Enkel" erzählte laut Polizei, dass er in einen Unfall verwickelt sei und sofort Bargeld benötigen würde. Es wurde eine niedrige fünfstellige Summe gefordert. Der Angerufene durchschaute die Masche und es kam zu keiner Geldübergabe.

Betrüger gehen beim Enkeltrick immer mit einer ähnlichen Masche vor

In Haunstetten wurde ein Ehepaar am selben Tag gegen 13 Uhr ebenfalls von einer "Enkelin" angerufen. Die Frau sagte der Anruferin, dass sie eine andere Stimme als ihre Enkelin habe. Daraufhin gab die falsche Enkelin laut Polizei zur Antwort, dass sie eine Maske trage und sich deshalb anders anhören würde. Das Ehepaar, zwei Senioren, brach das Gespräch ab, bevor es zu einer Geldforderung kam. Ebenfalls in Haunstetten rief eine bislang unbekannte Täterin um die Mittagszeit bei einer Seniorin an. Auf Nachfrage bestätigte die Anruferin laut Polizei, dass sie die Schwiegertochter sei. Die Anruferin gab an, eine Notlage zu haben und forderte einen mittleren fünfstelligen Betrag. Nachdem die Seniorin mitteilte kein Geld oder sonstige Wertgegenstände zu Hause zu haben, wurde das Telefonat beendet.

Am frühen Donnerstagnachmittag kam es in Inningen zu einem weiteren Anruf. Dabei fragte die angerufene Seniorin laut Polizei den Anrufer, ob er ihr Bekannter "W." sei - der Anrufer bejahte dies sofort und erzählte nun, dass er einen Unfall gehabt habe und für einen Ersatzwagen eine mittlere fünfstellige Summe benötigen würde. Die Seniorin gab an, kein Geld zu Hause zu haben und beendete das Gespräch.

Auch in Gersthofen wurde am Donnerstag ein älterer Herr von seiner vermeintlichen Enkelin angerufen. Diese erklärte, eine niedrige fünfstellige Summe zu benötigen. Auch hier kam es laut Polizei zu keiner Geldübergabe. Die Polizei erklärt nochmals, wie die Masche des sogenannten Enkeltricks funktioniert: Beim Enkel- und Bekanntentrick täuschen die Täter eine Notlage, etwa einen Verkehrsunfall, vor und fordern von den Angerufenen Bargeld, Münzen oder Schmuck. In einigen Fällen wurde die Geschichte von einem angeblichen Immobilienkauf erzählt. Man sitze beim Notar und würde dringend Geld benötigen, da man sofort eine Anzahlung für die Immobilie tätigen müsse.

Die Polizei rät, was bei Betrugsanrufen und Enkeltrick zu tun ist

Nachdem die Angerufenen das Geld besorgt haben, erfolgt der nächste Anruf. Bei diesem Telefonat erklärt der „Enkel", "Verwandte" oder "Bekannte", dass er nun leider nicht selbst kommen könne um das Geld abzuholen. Es werde aber ein Freund geschickt, dem das Geld übergeben werden solle. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:

  • Beenden Sie das Gespräch.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten preis.
  • Rufen Sie Ihren Verwandten/Bekannten unter der Telefonnummer zurück, die Sie haben.
  • Übergeben Sie nie an Unbekannte an der Haustüre Bargeld oder andere Wertsachen.
  • Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.
  • Melden Sie den Anruf der Polizei.

Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de (AZ)

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