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Augsburg

14.11.2017

Bettler-Familie bedroht und beraubt einen Neunjährigen am Kö

Die Polizei ermittelt nach einem Übergriff einer Bettler-Familie auf einen Schüler am Königsplatz.
Bild: Silvio Wyszengrad (Symbolfoto)

Eine Bettler-Familie aus Rumänien soll in Augsburg einem neun Jahre alten Schüler Geld geraubt haben. Der Familienvater packte das Kind laut Polizei am Hals und bedrohte es.

Eine Bettlerfamilie soll in den vergangenen Tagen am Königsplatz wiederholt Passanten belästigt und teils auch bedroht haben. Der gravierendste Vorfall spielte sich laut Polizei am Donnerstag voriger Woche ab. Der 36-jährige Familienvater soll einem erst neun Jahre alten Schüler Geld gestohlen, ihn bedroht und am Hals gepackt haben. Jetzt ermittelt die Kripo gegen die aus Rumänien stammende Familie.

Der Vorfall am Donnerstag ereignete sich gegen 13.30 Uhr. Der neunjährige Schüler wollte in der Filiale der Bäckerei Wolf am Haltestellen-Dreiecks Brezen kaufen. Als er in der Warteschlange stand, bemerkte er den Mann, eine Frau sowie ein Mädchen und einen Jungen. Sie ließen sich Münzgeld wechseln. Der Junge starrte den Schüler auffällig an. Zudem soll er seinem Vater Zeichen gegeben haben. Der Neunjährige war deshalb nach Polizeiangaben so nervös, dass er seine bezahlten Brezen vergaß.

Die Familie verfolgt den verängstigen Jungen

Als er die Bäckerei verließ, folgte ihm die Bettler-Familie. Der Vater griff dem Schüler demnach von hinten in die Jackentasche und nahm ihm das Wechselgeld aus der Bäckerei, rund vier Euro, ab. Als der Neunjährige in der Bäckerei Hilfe holen wollte, soll der 36-Jährige ihn am Hals gepackt, festgehalten und mit Drohgebärden eingeschüchtert haben. Das Geld soll der Vater seinem Sohn gegeben haben, der es in einem Brustbeutel verstaute.

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Die Polizei nahm den Übergriff ernst. Die Aussage des Neunjährigen, so heißt es, sei glaubwürdig. Es gelang den Ermittlern, die Familie am Königsplatz aufzuspüren. Der Familienvater wurde vorübergehend festgenommen. Einen Haftbefehl beantragte die Staatsanwaltschaft gegen den Mann aber nicht. Unter anderem wegen der geringen Beute und weil er einen Wohnsitz in der EU – in seiner rumänischen Heimat – vorweisen konnte. Die Familie – die Kinder sind acht und 13 Jahre alt – soll sich laut Polizei bereits während der ganzen Woche im Bereich des Königsplatz aufgehalten und zumindest teilweise in aggressiver Weise gebettelt haben.

Zuvor war die Familie wohl auch schon in anderen deutschen Städten, um dort zu Betteln. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls. Zeugen, die die Tat am Königsplatz beobachtet haben, sollen sich bei den Ermittlern melden.

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15.11.2017

Rumänien und Bulgarien hätten zum damaligen Zeitpunkt nicht in die EU aufgenommen werden dürfen, Diese Länder sind wohl erst in 10 Jahren reif für die EU. Die Probleme dürfen die Bevölkerung nun ausbaden!

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