Newsticker
Kanzlerin Merkel stellt sich hinter Armin Laschets Vorstoß für einen "Brücken-Lockdown"
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Biber sorgen am Kuhsee für Ärger

Augsburg

21.01.2020

Biber sorgen am Kuhsee für Ärger

Am Kuhsee haben Biber ganze Arbeit geleistet.
Foto: Silvio Wyszengrad

Immer wieder nagen Biber Bäume im Stadtgebiet an, so auch am Kuhsee. Was die Stadt dagegen unternimmt.

Nicht nur an warmen Tagen zieht der Kuhsee Augsburger an, die dem Trubel der Innenstadt für einige Stunden entfliehen wollen. Auch in den Wintermonaten begegnet man dort regelmäßig Fahrradfahrern und Spaziergängern. Und ab und an kreuzen sich die Wege sogar mit einem ganz speziellen Spaziergänger. Denn auch Biber treiben sich rund um den Hochablass gern mal herum.

Baum am Augsburger Kuhsee ist droht umzufallen

In der kalten Jahreszeit kann das zum Problem werden, wie Umweltreferent Reiner Erben erklärt. „Insbesondere über die Wintermonate hinweg kommt es immer wieder zu Schäden an Bäumen, die durch Biberverbiss verursacht werden“, sagt er. Fänden Biber im Sommer noch ausreichend Gräser, Kräuter und frische Gehölztriebe – die von ihnen bevorzugte Nahrung –, müssen sie sich im Winter nach alternativen Mahlzeiten umsehen. Hauptsächlich essen sie dann die Rinde von Zweigen und dünnen Ästen. „Um an diese dünnen Triebe zu gelangen, nagt der Biber solange Späne aus dem Baum, bis dieser umfällt“, sagt Erben.

So auch am Kuhsee. Vor allem an einem großen Baum, der am Ufer in der Nähe des Kiosks Schwarzer Kiste und des Restaurants Seelounge steht, sind die Spuren deutlich erkennbar. Weit in den Baumstamm hinein haben Biber sich vorgearbeitet, ringsherum liegen Sägespäne. Der Baum droht umzufallen.

Bäume am Kuhsee mit Gittern geschützt

Das ist nicht ungefährlich. Während die Biber in Revieren, die abseits von durch Menschen genutzten Grünflächen, Straßen oder Wegen liegen, fröhlich vor sich hinnagen dürfen, muss an Orten wie dem Hochablass eingegriffen werden. „In einem Gebiet, das für die Allgemeinheit zugänglich ist, müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit von Personen, die sich dort aufhalten, nicht zu gefährden“, sagt Erben.

Diese Maßnahmen bestehen etwa in der Ummantelung der betroffenen Bäume mit einem Drahtgitter. Am Kuhsee wurden vorsorgehalber auch fünf weitere Bäume mit solchen Gittern geschützt. Ein effektiver Schutz, denn durch den stabilen Draht können Biber sich in der Regel nicht durchnagen.

Geschätzt leben über hundert Biber in der Region, immer wieder nagen diese Bäume in stark frequentierten Gebieten an. Um gezielt dagegen vorgehen zu können, ist die Stadt auf die Kooperation von Bürgern angewiesen, die dem Amt für Grünordnung Biberverbisse melden.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren