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10.03.2009

Biberschäden verärgern Augsburger

Tierische und weniger tierische Probleme gibt es zurzeit in Augsburg. Das hat auch das Lesertelefon gestern wieder gezeigt:

Biber Rudolf Hummel aus Augsburg ärgert sich über "die lieben Biberlein", die seiner Meinung nach von den Naturschützern verhätschelt werden. "Alte Weiden, in Jahrzehnten zu stattlichen Bäumen gewachsen, werden von Bibern innerhalb kurzer Zeit umgelegt. Felder an Flüssen und Bächen werden regelrecht abgefressen. Und nach wie vor ist es verboten, sich gegen diese Plage zu wehren", schimpft Hummel und fragt: Warum werden den Bibern keine Grenzen gesetzt?

Die Antwort Die Stadt reagiere bereits, betont Umweltreferent Rainer Schaal. Da die Tiere unter Naturschutz stehen, dürfen sie nicht einfach vergrämt oder abgeschossen werden. Anti-Biber-Maßnahmen sind vielmehr: Bäume bekommen sogenannte Stahlhosen umgeschnürt, die sie vor den Zähnen der Nager schützen sollen. Oder wenn ein Grundstück durch einen Biberdamm vom Hochwasser bedroht ist, werden Abflussrohre durch die natürliche Staumauer verlegt. Bäume, die angenagt wurden und auf die Straße zu fallen drohen, werden vorher gefällt. In Augsburg leben die Nager hauptsächlich in den Kanälen und Stadtbächen. Die Wertach und den Lech benutzen die Tiere nur zum Schwimmen, so Schaal. Rund 100 Exemplare der Gattung Castor leben zurzeit in Augsburg, wo es knapp 20 Biberreviere gibt. Privatpersonen, die auf ihrem Grundstück ein Problem mit Bibern haben, können sich auch an den Biberberater Richard Weiß wenden, Telefon 324-6044.

Grundwasser Bei einem Spaziergang hat Siegfried Gruber gesehen, dass die Baugruben im Baugebiet Hammerschmiede Nord "mit Grundwasser vollgelaufen sind".

Biberschäden verärgern Augsburger

Die Antwort "Durch die Schneeschmelze und das Regenwasser der letzten Tage ist der Grundwasserpegel gestiegen", erklärt Tiefbauamtsleiter Josef Weber. Das sei ganz normal. Häuslebauer, die in diesem Bereich bauen, müssten eine spezielle Wanne einplanen. So werde verhindert, dass später das Grundwasser in den Keller läuft.

Schilder Rudolf Straub hat die Idee, an Brücken und Bächen in Augsburg Namensschilder anzubringen, die über Paten finanziert werden.

Die Antwort Finanzreferent Hermann Weber findet die Idee gut und hat sich bereits mit dem Baureferat abgestimmt. Interessierte Paten können sich bei Weber (Telefon 324-9000) oder beim Baureferat (Telefon 324-4601) melden.

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