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Region

24.02.2015

Bilanz: Mehr Menschen durch Verkehrsunfälle verletzt

Einer von rund 20000 Verkehrsunfällen in der Region im vergangenen Jahr: Auf der Stätzlinger Straße in Augsburg stießen im September zwei Autos zusammen. Es gab zwei Verletzte.
Bild: Silvio Wyszengrad

2014 sind in der Region mehr Menschen bei Unfällen verletzt worden als 2013. Raserei und Alkohol zählen zu den Hauptursachen. Doch auch zwei andere Vergehen bereiten der Polizei Sorgen. 

Auf den Straßen in der Region sind im vergangenen Jahr mehr Menschen bei Unfällen verletzt worden als 2013. In Augsburg und den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg gab es 3580 Verletzte – das sind rund vier Prozent mehr als im Vorjahr. 22 Menschen kamen im Raum Augsburg ums Leben. Neben Alkohol war überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache, so die Polizei am Dienstag bei der Vorstellung der Unfallstatistik für 2014.

Insgesamt ist der Verkehr in der Region in den vergangenen zehn Jahren sicherer geworden. Zwar nahm die Zahl der gemeldeten Unfälle (auch Kleinschäden) im Zehn-Jahres-Vergleich um rund 20 Prozent auf zuletzt knapp 20000 zu, die Zahl der Verkehrstoten sank – wohl aufgrund von besserer Sicherheitstechnik – aber um knapp die Hälfte. „Aber jeder Tote ist einer zu viel. Hinter den Zahlen in der Statistik verbirgt sich jeweils eine familiäre Tragödie“, so Norbert Zink, stellvertretender Chef des Polizeipräsidiums Schwaben.

Handys im Auto sind ein Problem

Generell Sorgen macht der Polizei der zunehmende Einsatz von Handys im Auto. „Es gibt eine hohe Dunkelziffer, aber wir gehen davon aus, dass Ablenkung bei vielen Unfällen eine Rolle spielt“, so Bührle. SMS, Telefonate, WhatsApp, aber auch Navis könnten Autofahrer ablenken. „Wer bei Tempo 50 nur zwei Sekunden abgelenkt ist, der legt 28 Meter im Blindflug zurück. Falls etwas passiert, hat man keine Möglichkeit mehr, zu reagieren“, so Ralf Bührle, im Präsidium zuständig für den Verkehr. Die Polizei werde im laufenden Jahr verstärkt darauf schauen. „Aber letztlich braucht es einen Bewusstseinswandel.“

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Gleiches gelte für das Thema Gurtpflicht. „Die Zahl der Gurtmuffel steigt“, so Zink. Rund 450 der in Unfälle verwickelten Autoinsassen hatte vergangenes Jahr keinen Gurt angelegt, 2013 waren es „nur“ rund 350. „Jeder achte Getötete hatte keinen Gurt“, so Zink. Auch im laufenden Jahr soll es einen „Blitz-Marathon“ mit angekündigten Geschwindigkeitskontrollen geben. Er wird am 16./17. April stattfinden.

Hier ein Überblick über die Unfallzahlen in der Region:

Stadt Augsburg Hier gab es im vergangenen Jahr 9845 Unfälle. Das sind fast genausoviele wie im Jahr 2013. 1806 Menschen wurden verletzt, vier Menschen kamen ums Leben. Ein Großteil der Unfälle in der Region ereignet sich zwar in der Stadt, allerdings gehen diese tendenziell glimpflicher aus. Als problematisch gelten vor allem die Landstraßen, weil hier deutlich höhere Geschwindigkeiten gefahren werden.

Kreis Augsburg Hier krachte es 5972 Mal und damit etwas häufiger als vergangenes Jahr. Auch die Zahl der Verletzten stieg mit 7 Prozent (zuletzt 1125) überproportional stark an. Neun Menschen kamen ums Leben.

Kreis Aichach-Friedberg Mit einem Rückgang um mehr als drei Prozent bei den Unfällen ist das Wittelsbacher Land der Gewinner der Region. Es gab 666 Verletzte. Neun Menschen kamen ums Leben. Einer der Unfallschwerpunkte im Landkreis war in der Vergangenheit der Gallenbacher Berg an der B300. Hier sind inzwischen Umbauarbeiten angelaufen.

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