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Augsburg

11.08.2016

Bilder zeigen, wie das NCR-Hochhaus langsam verschwand

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Robert Fritz hat miterlebt, wie das ehemalige Wahrzeichen dem Erdboden gleichgemacht wurde und die Arbeiten in einer Fotostrecke festgehalten.
Bild: Robert Fritz

Robert Fritz hat miterlebt, wie das NCR-Hochhaus abgebaut wurde und die Arbeiten in einer Fotostrecke festgehalten. Vermissen wird er es nicht.

Robert Fritz konnte von seiner Terrasse aus beobachten, wie das NCR-Hochhaus an der B17 in Kriegshaber nach und nach kleiner wurde und jetzt fast weg ist. Etwa 150 Meter trennen sein Wohnhaus von dem ehemaligen Sitz des Technologieunternehmens NCR, das Ende 2015 ins Industriegebiet Lechhausen-Ost umzog. Seitdem wurde das Hochhaus Etage um Etage von einem Minibagger, der von dem Hauptkran auf die Dachpappe gestellt wurde, von oben nach unten abgebaut. In einer Fotostrecke hat Robert Fritz die Arbeiten regelmäßig festgehalten, aber jetzt sei er froh, dass es geschafft ist.

Festschrift: Zeichen des Fortschritts

Das NCR-Hochhaus galt als Wahrzeichen von Augsburg und wurde in der Jubiläumsschrift „75 Jahre NCR Deutschland“ vom Januar 1971 sogar gewürdigt: „Symbolisch für die steile Aufwärtsentwicklung der NCR Deutschland in den letzten Jahren ragt das neue Verwaltungshochhaus, das Anfang des Jahres 1968 seiner Bestimmung übergeben wurde, in Augsburg empor. Der technische Fortschritt sowie die Zweckmäßigkeit neuzeitlicher Architektur werden in diesem modernen elfgeschossigen Bau aus Glas, Beton und Aluminium eindrucksvoll dargestellt.“ Fritz bedauert den Abriss trotzdem nicht: „Es war ja kein wirklich schöner Anblick“, sagt er. Er freute sich, als er im Dezember in der Zeitung las, dass das Hochhaus verschwinde.

Viel Baulärm

Seit 2008 wohnen er und seine Frau nun schon in dem Haus am Rande des großen NCR-Parkplatzes, welches zuvor seiner Mutter und dem Stiefvater gehört hatte. Den Abriss so hautnah mitzuerleben sei zwar eine aufregende, aber durch den Baulärm ebenso anstrengende Zeit für die gesamte Nachbarschaft gewesen: „Meine Frau arbeitet in der Nachtschicht und konnte durch die Bauarbeiten in letzter Zeit kaum schlafen“, erzählt er. Und ganz ruhig war es auch gestern noch nicht. „Die Bagger fangen jetzt an, den Teer des Parkplatzes aufzureißen“, beschreibt Robert Fritz. Mehrere Löcher und Aushübe seien gemacht worden. Wie der Augsburger Gewerbehof (AGH) als Eigentümer die nun leere Stelle des ehemaligen Hochhauses nutzen will, war zuletzt noch unklar.

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