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Ostergottesdienst

23.04.2019

Bischof Konrad Zdarsa gedenkt der Opfer in Sri Lanka

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In der Osternacht gab es ein Osterfeuer vor dem Augsburger Dom.
Bild: Zoepf

Geistlicher hält ein Plädoyer für einen Glauben von Herzen, der nicht nach Beweisen sucht

Bischof Konrad Zdarsa hat am Ostersonntag im Hohen Dom zu Augsburg der Opfer der Attentate in Sri Lanka gedacht: „Christ ist erstanden, Halleluja. Das bekennen wir freudig, eingedenk des schweren Schicksals unserer Schwestern und Brüder in Sri Lanka“, eröffnete er das Pontifikalamt zum Hochfest der Auferstehung des Herrn. Auch in den Fürbitten wurde für die Opfer der Attentate gebetet.

In seiner Predigt lud der Bischof dazu ein, die Botschaft des Osterfestes mit dem Verstand, aber noch mehr mit dem Herzen aufzunehmen. Wie er am Beispiel der Maria Magdalena, der Jünger Petrus und Johannes und auch der beiden Emmausjünger verdeutlichte, seien sie ihrem Herzen gefolgt. Dieses habe sie zum Grab aufbrechen und die Darlegungen des Auferstandenen aufnehmen und verstehen lassen.

„Kein Evangelist hat auch nur den Versuch unternommen, das alle menschliche Vorstellungskraft übersteigende Geschehen der Auferstehung des Herrn zu erklären“, so Bischof Konrad Zdarsa. Die Apostel hätten sich an die Tatsachen gehalten, die ihnen zugänglich gewesen seien: das leere Grab, die Erscheinungen des Auferstandenen, die sinnfälligen Begegnungen mit ihm. „Aber die Begegnung mit ihm ist nur möglich, wenn das Herz bereit ist, zu sehen und zu glauben.“ Gott könne man nur begegnen, wenn man sich selber ganz und gar investiere.

Das Osterfest sei das Fest der göttlichen Vorsehung. Diese sei von Anfang an auf die Überwindung des Todes und die Vollendung unseres Lebens in Gott ausgerichtet. „Darum brauchen wir die Auferstehung des Herrn auch vor niemandem zu verteidigen oder nach Beweisen ihrer Möglichkeit suchen“, folgerte Bischof Konrad Zdarsa. Der Osterglaube sei für den Pilgerweg und die kurzfristige irdische Existenz unerschöpfbar. Seine Kraft und Stärke würde man dabei nicht nur in der Erinnerung, sondern in der Vergegenwärtigung des Vermächtnisses des Herrn in Wort und Sakrament erfahren. Musikalisch gestaltet wurden die Gottesdienste von der Schola der „Ehemaligen“ (Osternacht), den Domsingknaben und dem Bläserensemble der Dommusik. Die Domsingknaben sangen am Ostersonntag die „Missa tu es Petrus“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina. (AZ)

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