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15.07.2010

Blasen vom ständigen Rauf und Runter

Augsburg Das war vielleicht ein Auf und Ab im Juni. Der Wetterfrosch hatte nach den 30 Tagen Blasen an den Füßen vom ständigen Rauf und Runter auf seiner Leiter. Mal waren sie dann auch noch kalt und nass bei Temperaturen um die zehn Grad, mal klagte er über juckenden Sonnenbrand bei drückender Hitze und 30 Grad. Doch zunächst galt es im Juni, einmal gegen die Kälte anzugehen.

Gut, dass vom Mai noch die treuen Begleiter Vliespulli und Regenjacke griffbereit im Garderobenschrank hingen. Bei Tageshöchsttemperaturen von unter zwölf Grad zu Monatsbeginn war vom Sommer weit und breit keine Spur. Ziemlich durchnässt und mit einer kalten Nasenspitze kam das grüne Tierchen am 2. Juni nach der Arbeit zu Hause an. So machte ihm das tägliche Radeln in die Arbeit keinen Spaß. Über 25 Liter hatte es geregnet!

Doch im Nachhinein musste sich der Frosch eingestehen, dass die vergangenen 30 Tage gar nicht so feucht waren, wie er sie auf dem Drahtesel erlebt hatte. Mit einer Niederschlagshöhe von 92,6 Millimetern entsprach diese nur 91 Prozent des über viele Jahre ermittelten Vergleichswertes von 102,3 Millimetern.

Und dann ging's bergauf! Zwei Tage später gab es einen Temperatursprung von zehn Grad, die Tageshöchsttemperaturen lagen nun schon bei über 20 Grad Celsius. Bei 14,8 Stunden Sonnenschein strahlte auch der Frosch und konnte sich über eine Sonnenscheindauer von insgesamt 200,9 Stunden freuen, was 94 Prozent des langjährigen Mittelwerts entspricht.

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Weitere 48 Stunden später fehlte nicht mehr viel und die 30-Grad-Marke wäre geknackt worden. Auch der Regen hatte sich verzogen und so war das kleine Tierchen zur Abwechslung mal ganz zufrieden. Jetzt galt es zwar, sich gegen die starken Sonnenstrahlen zu schützen, doch dass machte ihm weit weniger aus als gegen die Nässe. Mit einer mittleren Temperatur von 16,2 Grad lag der Juni 2010 auch gar nicht so schlecht im Rennen, denn der durchschnittliche Wert beträgt nur 15,5 Grad.

Temperatursturz auf zwölf Grad

Am 10. Juni folgte mit 31,1 Grad Höchsttemperatur ein richtig heißer Tag. Nach all dem miesen Wetter versucht der Frosch nun jede freie Minute, draußen zu verbringen, denn inzwischen hatte er gelernt, dass sich das Wetter jeden Tag ändern kann. Kurze Zeit später zogen auch wieder die ersten dunklen Wolken auf. Die Temperaturen sanken zunächst auf 20, anschließend auf 15 und stoppten am 19. Juni bei knappen zwölf Grad. Ein Temperatursturz von 20 Grad!

Da half auch der Gedanke an den kalendarischen Sommeranfang in zwei Tagen nichts. Klar wechselte der Frosch nun wieder seine Badehose gegen die Regenradlhose, doch so richtig gewöhnen wollte und konnte er sich einfach nicht an dieses ewige Auf und Ab. Da saß er an dem einen Tag schwitzend im Büro, während er am anderen am liebsten den Heizkörper aufgedreht hätte. Das soll mal einer verstehen - der Wetterfrosch kann es nicht.

Doch auch dieser Kälteeinbruch fand zum Glück ein Ende. Zwar folgte am 23. Juni mit 4,9 Grad die kälteste Nacht des Monats, doch alles in allem begannen die Temperaturen zu steigen. Dem grünen Männchen war das für diese Zeit besonders wichtig, denn der 27. Juni rückte immer näher. "Siebenschläfer", spukte ihm durch den Kopf, und er hoffte für diesen Tag nur das Beste. Denn als eingefleischter Wetterprophet weiß er, dass das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen so bleiben mag.

Und das wären mal richtig gute Aussichten! Kein Regen, Temperaturen um die 26 Grad und zwölf Stunden Sonnenschein täglich.

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