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22.08.2019

Blaualgen-Gefahr: Sind die Seen im Landkreis sauber?

Am Pfuhler See traten in diesem Sommer vermehrt Wasserpflanzen auf. Diese sind nicht zu verwechseln mit den gefährlichen Blaualgen.
Bild: Alexander Kaya

Umwelt Die gefährlichen Bakterien verbreiten sich in diesem Sommer an vielen Gewässern in Bayern

Landkreis Nach einem erfrischenden Badetag am See machen sich Hautausschlag, Fieber und Durchfall bemerkbar. Schuld daran könnten Blaualgen sein. Die gefährlichen Bakterien verbreiten sich in diesem Sommer an vielen Badeseen in Bayern. Und das so schnell wie seit Jahren nicht. Für Tiere können die Bakterien sogar tödlich sein – kürzlich starb ein 13 Wochen alter Welpe im Landkreis Aichach-Friedberg an einer Blaualgen-Infektion. Er war der dritte tote Hund innerhalb von zwei Wochen. Und wie sieht es im Landkreis Neu-Ulm aus?

„Unsere Badeseen sind alle sauber. Es droht keine Gefahr“, versichert Martin Küfer, Leiter des öffentlichen Gesundheitsdiensts des Landratsamts auf Nachfrage unserer Redaktion. Experten untersuchen die neun EU-Badegewässer im Landkreis während der Badesaison von 15. Mai bis 15. September einmal im Monat auf ihre Wasserqualität. So auch am Montag. Das Ergebnis: „Beste Badewasserqualität“, berichtet Küfer.

Die Kontrollen beziehen sich zwar nur auf Coli-Bakterien und Enterokokken. Auf Blaualgen werde nur gezielt im Verdachtsfall geprüft. Aber: „Die grüne Suppe fällt optisch auf“, sagt Küfer. Das Wasser in den Seen im Landkreis sei jedoch klar.

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Das Landratsamt bekomme den ganzen Sommer über Rückmeldungen von Badegästen und auch Küfer selbst ist begeisterter Schwimmer. In diesem Jahr habe es zwar vermehrt Wasserpflanzen in den Seen gegeben, was lästig, aber unproblematisch sei. „Mit Blaualgen hatten wir bisher noch nie zu tun – auch in diesem Jahr nicht. Wir haben großes Glück, dass unsere Seen von diesem Problem verschont bleiben“, sagt Küfer. Denn eigentlich begünstigen die warmen Temperaturen die Vermehrung der Blaualgen. Doch die Nähe zu Flüssen verschont die hiesigen Seen.

Durch Donau und Iller finde eine intensive Durchströmung der Seen mit frischem Grundwasser und somit ein stetiger Wasseraustausch statt. Von den gefährlichen Bakterien seien eher kleinere Seen und Gewässer in Stadtgebieten betroffen, weit abseits von Flüssen. Zum anderen liege es an der Entfernung der Badegewässer zu großen, landwirtschaftlich genutzten Flächen. Durch die Düngung gelangen laut Küfer viele Nährstoffe über das Grundwasser in die Seen, auch das fördert das Wachstum der Blaualgen.

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