Kinderbuch

12.02.2018

Buba macht blau

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2 Bilder
Stefan Leuchtenberg (links) und Michael Moratti erzählen die Geschichte von Buba, dem Elefanten.
Bild: Anahit Chachatryan

Autor Michael Moratti und Illustrator Stefan Leuchtenberg erwecken den kleinen Elefanten Buba zum Leben. Vielleicht gibt es ihn auch bald im Zoo.

Buba ist knuddelig, Buba ist neugierig, Buba ist frech – eben ein tapsiger Lausebengel mit fantastischen Einfällen, vor denen weder die frechen Paviane noch die gefährlichsten Raubtiere sicher sind. Der kleine Elefant ist im Augsburger Zoo bekannt, seit seine Geschichte als Comic im Wißner-Verlag erschien. Für viele Kinder ist es so, als gäbe es den Bilderbuch-Protagonisten wirklich. Und wer weiß, vielleicht wird es ihn bald auch wirklich geben. Denn im Frühling diesen Jahres soll das geplante Elefantengehege fertig gestellt werden.

Im zweiten Heft der Buba-Reihe hat für Buba die Zooschule begonnen. Ziemlich schnell erfährt das Elefantenkind, was „blaumachen“ bedeutet und probiert es gleich mit seinem Nashorn-Freund Kibo aus. Den Charakter des Tieres prägen gleich zwei Künstler: der Autor Michael Moratti und der neue Illustrator Stefan Leuchtenberg.

Als der Donauwörther Michael Moratti die Leitung des Wißner-Verlags übernahm, tat er dies nur unter der Bedingung, künftig mehr Comics und Bilderbücher publizieren zu können. Der regionale Charakter sollte erhalten bleiben und so fiel das Augenmerk auf den Augsburger Zoo. Im Gespräch mit Geschäftsführerin Barabara Jantschke überlegen die beiden: „Was können wir für die geplante Elefantenanlage tun?“ Dies war die Geburtsstunde von Buba, dem kleinen Elefanten. Ein Euro spendet der Wißner-Verlag von jedem verkauften Buch an den Zoo.

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Die erste Illustratorin sprang ab

Nachdem das erste Heft mit einer Auflage von 10000 Exemplaren gut ankam, sollte ein zweiter Teil produziert werden. Doch die vorherige Illustratorin Anna-Lena Remme sprang aus Zeitgründen ab. Da erinnerte sich Moratti an eine Begegnung mit einem talentierten Zeichner, Stefan Leuchtenberg. Er stammt aus einer Künstlerfamilie: Oma Malerin, Opa Bildhauer. „Es ist mir quasi in die Wiege gelegt worden“, sagt Leuchtenberg. Schon als Kind zeichnete er Figuren und erweckte die meist sympathischen Gebilde seiner Fantasie zum Leben. Später studierte er Design an der Hochschule Augsburg. Heute arbeitet er als Art Director, Illustrator und Animator; zeichnet Bilderbücher, konstruiert 3D-Modelle und entwickelt Trickfilme sowie Computerspiele und Apps.

Rund drei Monate dauerte es, bis sich die Künstler über die Umsetzung einig waren. „Die Muse muss einen küssen“, erklärt Moratti. Die Inspiration der Künstler ist ganz klar der Augsburger Zoo. Mit den Kindern in den Zoo gehen, selbst wieder Kind sein und das auch noch Beruf nennen dürfen – „toll“, freut sich Leuchtenberg. Er hat zwei kleine Kinder, zwei und vier Jahre alt. „Es ist ein extra Zuckerl, dass ich das Projekt in dem Zeitraum machen kann, da meine eigenen Kinder in dem richtigen Alter sind.“ Ihre Lieblingsszene sei die Szene, in der Buba von einem Mädchen geärgert wird. Subtil sollte damit das Thema Tierquälerei durch Zoobesucher angesprochen werden. „Die Kinder sollen sensibilisiert werden, gut mit Tieren umzugehen“, so Moratti.

Wenn dann erst ein echter Elefant da ist...

Die Begeisterung der Kinder und ihre leuchtenden Augen zu sehen, sei die Hauptmotivation für das Buch, so Moratti. Leuchtenberg ergänzt: „Es ist eine schöne Art, Geld zu verdienen.“ Ein Teil des Geldes kommt der geplanten Elefantenanlage zugute. Als Sponsor konnten die Stadtwerke Augsburg gewonnen werden. Eines verrät Moratti noch: Wenn die Elefantenanlage da ist und die neuen Elefanten im Zoo sollten ein Junges bekommen, könnte es „Buba“ heißen. Es sind zwar viele „Wenns“, aber auch schöne Zukunftsaussichten für den Zoo.

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