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Augsburg

09.01.2019

Bürgerbüro kommt wohl ins Alte Rathaus

Das denkmalgeschützte Alte Rathaus in Göggingen beherbergt derzeit noch die Stadtteilbibliothek. Nach den Plänen der Stadt könnte dort bald im Erdgeschoss ein Bürgerbüro einziehen.
Bild: Peter Fastl

Weil die Bücherei in Göggingen neue Räume sucht, soll im Alten Rathaus die lang ersehnte Dienststelle unterkommen. Der Zeitpunkt ist aber noch ungewiss. Doch es gibt auch Kritik.

Auf der Wunschliste der Gögginger steht ein eigenes Bürgerbüro seit Jahren weit oben. Sowohl die Arbeitsgemeinschaft der Gögginger Vereine und Organisationen (Arge), die Unternehmergemeinschaft „Wir in Göggingen“ (Wig) als auch die Stadtratsfraktionen von CSU und SPD haben sich immer wieder für dieses Thema stark gemacht. Gescheitert ist es bislang immer an den fehlenden Räumlichkeiten. Das scheint sich jetzt geändert zu haben. Nach Auskunft der zuständigen Bürgermeisterin Eva Weber könnte das Bürgerbüro ins Alte Gögginger Rathaus einziehen.

Derzeit ist noch die Stadtteilbücherei im ehemaligen Rathaus beheimatet. Doch die Situation ist alles andere als optimal, wie Leiter Marius Müller sagt. Im Haus gibt es keinen Aufzug, die oft älteren Besucher müssen über die Treppe in den ersten Stock steigen. Auch für Familien mit Kindern stellen die Treppen oft ein Hindernis dar. „Eine städtische Behörde sollte im 21. Jahrhundert barrierefrei erreichbar sein“, findet Müller. Auch die Fluchtwege in dem denkmalgeschützten Gebäude seien problematisch. „Es gibt schon seit Längerem Gedankenspiele, sich andere Räume zu suchen“, so der Büchereileiter. Zuletzt habe man diskutiert, ob die Bibliothek nicht in dem zu errichtenden Neubau neben dem Kurhaus unterkommen könnte.

Eingeschränkte räumliche Entwicklung und fehlende Barrierefreiheit

Wo die Bücherei unterkommen wird, sagt die Stadt noch nicht. Doch Eva Weber bestätigt, dass sie umziehen soll. „Aufgrund der eingeschränkten räumlichen Entwicklung und der fehlenden Barrierefreiheit sind neue Räumlichkeiten erforderlich“, so Weber.

Wenn die Bibliothek ausgezogen ist, könne im Erdgeschoss das Bürgerbüro Göggingen einziehen, soweit die dort untergebrachten Vereine andere Räume beziehen, sei es im ersten Obergeschoss des Rathauses oder in einer anderen Immobilie. Einen festen Zeitpunkt will Weber nicht nennen. „Das Bürgerbüro kann eröffnet werden, wenn die Räume im Erdgeschoss des Rathauses frei sind und die entsprechenden Haushaltsmittel für die notwendigen Umbauarbeiten zur Verfügung stehen“, so die Bürgermeisterin. Das Gebäude werde dann sozusagen wieder der ursprünglichen Bestimmung zugeführt, zumal es durch den zwangsweisen Auszug der Bücherei sonst leer stehen würde.

Auch die "Wig" befürwortet ein Bürgerbüro

Wig-Chef Dieter Kleber würde ein Bürgerbüro im Rathaus befürworten, auch wenn er sich in den Räumen ebenso gut ein Jugendhaus vorstellen könnte. Hauptsache, das Bürgerbüro käme ins Zentrum und nicht irgendwo an den Rand von Göggingen. So könne es als Frequenzbringer für die Geschäfte in der Bürgermeister-Aurnhammer-Straße dienen.

Zuletzt hatten sich Stadträte von SPD, Freien Wählern und Pro Augsburg dafür eingesetzt, Bürgerbüro und Stadtteilbücherei in dem noch zu errichtenden Gebäude auf dem Nachbargrundstück des Gögginger Kurhauses unterzubringen. Wie berichtet plant der Bezirk Schwaben, das Nachbargrundstück des Kurhaustheaters zu kaufen. Auch die CSU unterstütze diesen Vorschlag, der jetzt aber offenbar vom Tisch ist.

SPD-Fraktionsvorsitzender Florian Freund versteht das Vorgehen der Stadt nicht. „Meines Wissens nach könnte die Stadt Räume vom Bezirk mieten“, sagt er. Es sei nicht nachvollziehbar, warum der Vorschlag nicht umgesetzt werde. Die SPD hatte schon im Sommer beantragt zu prüfen, welche städtischen Dienststellen in Göggingen unterzubringen wären.

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