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Bunter Abend: Statt Mathe und Wirtschaft – Tanz und Musik

Bunter Abend

Statt Mathe und Wirtschaft – Tanz und Musik

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    Eine beachtliche schauspielerische Leistung lieferten die Schüler der Reischleschen Wirtschaftsschule bei ihrem Bunten Abend.
    Eine beachtliche schauspielerische Leistung lieferten die Schüler der Reischleschen Wirtschaftsschule bei ihrem Bunten Abend. Foto: Ruth Plössel

    Einladung zu einem „Bunten Abend“ – das klingt zunächst mal nicht gerade prickelnd.

    Der Reischleschen Wirtschaftsschule (RWS) gelang mit ihrer aufgepeppten Traditionsveranstaltung der Beweis, dass hinter dem altertümlichen Begriff durchaus Pep und Spannung stecken können.

    Das Programm war tatsächlich sehr bunt: Ein bizarr-gruseliges Bühnenstück, sehr sehenswerte Tanzeinlagen, anspruchsvolle Akrobatik, einen sehr lebendigen (leider nur in den ersten Reihen hörbaren) Chor, eine Band, die poppig-rockigen „Krach“ vom Feinsten macht und ein Sänger mit erstaunlich guter Stimme. Schüler und Lehrer hatten sich mächtig ins Zeug gelegt – mit Erfolg, der Beifall war ehrlich und reichte von freundlich bis begeistert.

    Blut, das hat die Puppe gebraucht

    Den meisten Applaus und einige begeisterte Kreischer räumte der Elftklässler Mustafa Kurtar ab, der seine Gitarre genauso gut beherrscht wie seine sonore Baritonstimme: angenehm tief und männlich.

    Der Hauptact zog sich durch das gesamte Abendprogramm – eine schaurige Komödie nach dem Musical „Little Shop of Horrors“ (Der kleine Horrorladen). In einem Laden für sehr absonderliche Dinge verletzt sich ein Mitarbeiter, sein Blut tropft auf eine hässliche, nicht verkäufliche Puppe.

    Genau das hat sie gebraucht, denn sie verwandelt sich über Nacht in eine hübsche, faszinierend attraktive Puppe. Aber nicht lange. Bald braucht sie wieder neues Blut, schließlich sogar frische Leichen. Ihr Ziel: Sie will die ganze Welt beherrschen.

    Mal cool und locker, mal verschlagen und schließlich verzweifelt agiert die Theatertruppe aus allen Jahrgangsstufen in dem Lädchen. Das raffiniert-einfache Bühnenbild und dem prächtigen Kostüm der zum Schluss lebensgroßen Puppe harmonierte prächtig mit den Leistungen der Jungschauspieler.

    Witzig ist die Idee, die Mädchen der Akrobatikgruppe in einer Art Schattenspiel hinter einer transparenten Wand agieren zu lassen: Die Flickflacks und anspruchsvollen Hebefiguren bekamen so einen geheimnisvollen Charakter, der gut zu dem schaurigen Bühnenstück passte.

    Fazit: Ein gelungener Abend mit Akteuren, die sichtlich Spaß an der Sache hatten - und Lehrer mit ausnahmeweise einmal durchgehend zufriedenen Mienen.

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