1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. "Campus Cat": Was ein Kater seit 14 Semestern an der Uni treibt

Uni Augsburg

05.04.2016

"Campus Cat": Was ein Kater seit 14 Semestern an der Uni treibt

Er darf faulenzen: Der Campus-Kater der Uni.
Bild: Florian Moser

Seit 14 Semestern hat die Universität Augsburg einen Campus-Kater, der schon eine eigene Facebookseite hat. Was treibt der Kater und wem gehört er?

Der rote Kater hat verstanden, was die schönen Seiten des Studentenlebens sind. Er döst nachmittags mit seinen Kommilitonen auf dem Campus und lässt sich streicheln. Man trifft den flauschigen Vierbeiner auch manchmal in der Bibliothek oder in Vorlesungssälen, aber es scheint ihm schwerzufallen, sich für ein Studienfach zu entscheiden. Und das seit mittlerweile gut über 14 Semestern. Doch über eine Exmatrikulation muss er sich der Campus-Kater an der Uni Augsburg keine Sorgen machen. Denn er ist ein „Medien-Star“.

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart! <3Wenn wir die 9.500 Likes für die CampusCat-Seite erreichen, dürft ihr...

Posted by CampusCat Augsburg on  Montag, 4. April 2016

Der Kater hat seit mehr als drei Jahren eine eigene Facebook-Seite, die Studenten für ihn betreuen. 

Fast jeder auf dem Campus kennt ihn. Viele machen mit ihm ein Foto. Die Bilder schicken Studenten danach an die Facebook-Seite der sogenannten „Campus Cat“. Der Kater meldet sich über Internet auch regelmäßig selber zu Wort. Diesen Montag wünschte er beispielsweise allen einen „schönen Start in die Woche“.

Kater-Facebook-Seite hat mehr Likes als die der Uni

Die Seite entstand aus der Überlegung heraus, dass der Universität ein Maskottchen fehlte. Darin sah der ehemalige Student Akilnathan Logeswaran ein ungenutztes Potenzial und erstellte 2012 den Facebook-Auftritt der Campus Cat. Durch seine gute Vernetzung und die Bekanntheit des Katers war die Facebook-Seite schnell um einiges beliebter, als die offizielle Seite der Universität. Das ist immer noch so. Die Campus-Katze hat fast 9.500 Likes, die Uni-Seite rund 1.000 weniger.

Anfangs ging die Campus Cat durch viele Medien – Zeitungen, Radio- und Fernsehsender berichteten über den Augsburger Kater. „Manche Firmen wollten die Seite sogar zu Werbezwecken kaufen“, sagt Logeswaran. Inzwischen steht der Vierbeiner nicht mehr ganz so stark im Rampenlicht. Nach wie vor hat der Augsburger Kater aber Fans aus aller Welt.

Die Seite wird mittlerweile nicht mehr von ihrem Gründer, sondern bereits in der dritten Generation von freiwilligen Studenten betreut. Das aktuelle Team besteht aus Andreas Krist (iBWL), Julia Dahlheimer (Medien und Kommunikation) und Anita Schedler (Kunst- und Kulturgeschichte).

Die drei versehen die Bilder, die ihnen geschickt werden, mit kurzen Texten aus der Perspektive des Katers und posten zu verschiedenen Themen, etwa über den Semesteranfang, das Wetter oder die neuesten Katzenvideos. Die Studenten hätten sich ohne die Seite wahrscheinlich nie kennengelernt, wie sie sagen, und darin liegt ihrer Meinung nach auch das Besondere der Campus Cat. Sie ist Thema in jeder Fakultät und verbindet deshalb Studenten unterschiedlicher Fächer miteinander.

Wohnort: Die Campus Cat gehört einer älteren Dame, die im Univiertel wohnt. Dort wird sie bestens versorgt. Deshalb ist es auch nicht nötig, die Katze zu füttern.

Lieblingsplätze: Besonders gerne hält sich der Kater vor der Teilbibliothek der Sozialwissenschaften auf. Man kann den Kater aber nahezu überall am Campus antreffen.

Woher kommt der Kater?

Obwohl das Betreuungsteam mit verschiedenen Stellen der Universität in regem Kontakt steht, ist es ihm wichtig, ein unabhängiges Studentenprojekt zu bleiben. Seit Neustem gibt es die Campus Cat übrigens auch auf Instagram. Offizielles Unimaskottchen ist die Campus Cat jedoch nicht. „Es ist auch nicht geplant, daran etwas zu ändern, denn für ein Maskottchen besteht kein Bedarf“, sagt ein Pressesprecher der Universität. Aber auch für ihn ist der Kater ein wichtiger Teil der Universität geworden und kaum wegzudenken.

Die Campus Cat gehört übrigens einer älteren Dame, die im Univiertel wohnt. Dort wird sie bestens versorgt. Deshalb ist es auch nicht nötig, die Katze zu füttern. Seine Besitzerin hat den Kater vor Jahren aus einem italienischen Tierheim geholt. Die Migration ist dem Kater offensichtlich gut gelungen.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
_WYS_Bezirk_010.jpg
Augsburg

Bezirkskrankenhaus wird Partner der Unimedizin

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket