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Augsburg

21.12.2020

"Catcalls of Augsburg": Junge Frauen und ihr kreativer Protest gegen Belästigung

Anne Habermeier (links) und Stefanie Steinbauer kämpfen mit Kreide gegen Sexismus und Rassismus.
Bild: Michael Hochgemuth

Plus Junge Frauen wollen auf der Straße nicht belästigt werden. Unter "Catcalls of Augsburg" haben sie ihre Forderungen mit Kreide aufs Pflaster der Fußgängerzone geschrieben.

Mit einem "Sternmarsch" durch die Innenstadt haben 14 Aktivistinnen von "Catcalls of Augsburg" auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Anfang Dezember war eine Kreideaktion gegen einen rassistischen Catcall vor dem Augsburger Rathaus von der Feuerwehr entfernt worden, nachdem sich Passanten durch den Kreideschriftzug belästigt gefühlt und die Polizei gerufen hatten.

"Catcalls of Augsburg" veranstalten Sternmarsch durch die Innenstadt

Als Catcalling (Katzengeschrei im Sinne von "Hinterherrufen" oder "Hinterherpfeifen") bezeichnet man eine Art der Belästigung im öffentlichen Raum, bei der eine Person mit unerwünschten Äußerungen, meist sexueller Art, konfrontiert wird. Unter dem Namen "Catcalls of Augsburg" wehren sich junge Augsburgerinnen gegen diese Form der Belästigung. Unter anderem sammeln sie diskriminierende Anmachsprüche und schreiben sie mit Kreide da auf die Straße, wo der Übergriff stattgefunden hat. Bei einer dieser Aktionen am Rathaus kamen sie im Dezember mit der Polizei in Konflikt.

Um sich gegen diese Einschränkung ihrer Meinungsfreiheit zu wehren, fand am Sonntag der Sternmarsch durch Maximilianstraße, Annastraße, Steingasse, Karolinenstraße, Am Perlachberg, Elias-Holl Platz/Eisenberg und Philippine-Welser-Straße statt. Dabei schrieben die Frauen und auch einige Männer Aussagen wie "My Body, My Choice" (Mein Körper, meine Entscheidung) auf das Pflaster der Fußgängerzone. (att)

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21.12.2020

...und noch eine Frage: warum muss man das alles in englisch schreiben? Ist die deutsche Rechtschreibung für die "Aktivisten" zu schwer? Vielleicht sollte man mal eine Aktivistengruppe "Deutschschreiben bei Protesten in Deutschland" ins Leben rufen oder ist das auch schon Rassismus?

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21.12.2020

Anscheinend kann die "Augsburger Allgemeine" über nichts mehr Seriöses berichten, denn sonst würde sie doch solch einem Blödsinn nicht auch noch eine Plattform geben

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21.12.2020

Wo ist das Problem? Ist irgendein Straftatbestand (Beleidigung, Volksverhetzung, Sachbeschädigung, ...) erfüllt?

Der ein oder andere wird das halt akzeptieren müssen, so wie bisher die ein oder andere Frau sich hat Anzüglichkeit gefallen lassen müssen. ;-)

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21.12.2020

Klar! Jeder macht, was er will. Wenn mir was nicht passt, schreib ich's mit Kreide auf die Straße oder mache ein Camp auf, egal ob's denn anderen gefällt oder nicht. Ich hab ja das Recht dazu.

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21.12.2020

Welcher Straftatbestand oder Ordnunsgwidrigkeitsbestand ist erfüllt?

https://de.wikipedia.org/wiki/Bel%C3%A4stigung_der_Allgemeinheit

Es wird weder etwas beschädigt (Kreide auf Straßengrund), noch wird jemand beleidigt oder gegen jemanden gehetzt?

Ok, man wird eventuell genötigt über etwas nachzudenken. Das kann bei dem ein oder anderen belästigend sein. ;-)

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22.12.2020

>> Welcher Straftatbestand oder Ordnunsgwidrigkeitsbestand ist erfüllt? <<

Es könnte kommunales Ordnungsrecht tangieren...

https://www.maz-online.de/Lokales/Ostprignitz-Ruppin/Halb-Deutschland-lacht-ueber-Neuruppin

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21.12.2020

Wie abartig und verzweifelt muß man sein, um seelische Blähungen auf die Straße zu schmieren????

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21.12.2020

@NICOLE M.
Ich hab schon "einige Jahre auf dem Buckel" und in meinem Bekanntenkreis kenne ich keine solch Belästigungen.
Ich streite nicht ab, dass es dies gibt. Nur, solche Aktionen und diese dann noch als kreativ zu beschreiben, ist schon fragwürdig. Wären das andere Parolen von irgendwelchen Unbekannten, würde man dies als Schmierereien betrachten und Ermittlungen einleiten.
Heute macht man irgendeinen "Slogan", wie hier "Catcalls for Augsburg" oder "friday for future" und sonstiges, und meint man hat eine Legitimation, um solche Sachen wie Umweltcamp am Rathaus oder eben diese Kreideparolen auf der Straße, zu veranstalten, ohne irgendwelche Konsequenzen dafür zu bekommen. Ich sehe dies fast schon als Belästigung, oder sogar Nötigung, der großen Mehrheit an. Wir leben in einer Demokratie und haben eine Meinungsfreit, aber nicht mit solchen Zwecken, um irgendetwas zu erzwingen.

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21.12.2020

.
Locker formuliert:

"Ich " aktiviste ", also bin ich",

so wohl der Antrieb manchen Handelns.
.

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21.12.2020

.
Wenn kleine Mädchen mit Kreide die Straße bemalen, ist
das ja manchmal ganz niedlich.

Junge "Frauen" (Frauen?) sollten aber diesen kindlichen
Betätigungen entwachsen sein.

Aber nichtsdestotrotz dackelten anscheinend zwei bei der
Lokalzeitung Bestellte (Michael Hochgemuth und att)
diesem als "kreativer Protest" bezeichneten "Sternmarsch"
durch die Maximilianstraße, Annastraße, Steingasse, Karo-
linenstraße, Am Perlachberg, Elias-Holl-Platz/Eisenberg
und Philippine-Welser-Straße hinterher, um daraus in Schrift
und Bild einen "Plus+" Artikel zu machen :-) :-) :-)
.

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21.12.2020

Schon mal darüber nachgedacht, dass dieser "kreative Protest" mit Füßen getreten wird? Soviel zu "kreativ"!

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21.12.2020

"Junge Frauen und ihr kreativer Protest gegen Belästigung. Anne Habermeier und Stefanie Steinbauer kämpfen mit Kreide gegen Sexismus und Rassismus."
Kreativer Protest? Man schmiert die Bürgersteige mit Kreide voll und bewertet dies mit "kreativen Protest" gegen Sexismus und Rassismus? Wie tief ist unsere Gesellschaft gekommen, dass man so etwas akzeptieren muss?
Man tut so, als wäre dies Alltag, dass alle Frauen von den Männern mit Sexismus bedroht würden und man sich nur noch mit solchen Aktionen wehren kann.

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21.12.2020

Auch wenn Sie sich das vielleicht nicht vorstellen können, für viele Frauen ist das bitterer Alltag.

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20.12.2020

Mit Meinungsfreiheit muss man nicht die Bürgersteige verschandeln.

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