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Bärenkeller

29.06.2020

Chlorgasaustritt im Freibad: Wie die Feuerwehren vorgingen

Manche Einsatzkräfte trugen Chemikalienschutzanzüge.
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Manche Einsatzkräfte trugen Chemikalienschutzanzüge.
Bild: Berufsfeuerwehr Augsburg

Am Sonntagnachmittag ist es zu einem Chloraustritt im Freibad Bärenkeller gekommen. Was die Feuerwehr von dem Einsatz berichtet.

Der Badebetrieb im Bärenkellerbad wurde am Sonntagmittag kurzfristig beendet. Gegen 13.15 Uhr kam bei der Einsatzzentrale der Polizei die erste Meldung an, dass es einen Chlorgasaustritt gegeben habe. Das Bad wurde daher geräumt. Besucher mussten ihre Badesachen einpacken und die Freizeiteinrichtung verlassen. Anwohner im Bärenkeller wurden von der Polizei darüber informiert, dass sie ihre Fenster geschlossen halten sollen. Die Berufsfeuerwehr und die freiwillige Feuerwehr Oberhausen rückten zudem ins Bärenkellerbad an.

Wie die Berufsfeuerwehr nachträglich berichtet, hatte die Chlorgaswarnanlage Alarm ausgelöst. Als die Einsatzkräfte eintrafen, nahmen sie bereits Chlorgeruch wahr. Zudem war die Berieselungsanlage, die austretendes Chlorgas mit Hilfe von fein zerstäubtem Wasser bindet, in Betrieb. Ein Trupp der Feuerwehr wurde mit schweren Chemikalienschutzanzügen ausgestattet. Im Außenbereich erzeugten die Einsatzkräfte mit Feuerwehrschläuchen Wassernebel, um mögliche Chlordämpfe niederzuschlagen.

Technischer Defekt sorgt für Chloraustritt im Freibad Bärenkeller

Messungen ergaben eine geringe Konzentration Chlorgas im näheren Umkreis, Anwohner wurden aufgefordert Fenster geschlossen zu halten. Da sich eine genaue Lokalisation des Lecks aufgrund der ausgelösten Berieselungsanlage und der schweren Schutzanzüge schwierig gestaltete, wurde die gesamte Anlage außer Betrieb genommen. Damit wollte man ausschließen, dass weiteres Chlorgas entweicht. Vorsichtshalber wurde zudem der direkt angrenzende Radweg abgesperrt.

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Verletzt wurde nach Angaben der Berufsfeuerwehr niemand. Der Einsatz dauerte circa drei Stunden. Gefahr für Anwohner bestand aufgrund der geringen Konzentration nicht, so die Feuerwehr. Der Badebetrieb könne erst nach Überprüfung der Anlage durch Techniker wieder aufgenommen werden.

Chlor wird zu Entkeimung von Schwimmbädern eingesetzt. Chlor ist ein besonders weit verbreitetes, technisch vielfältig eingesetztes, giftiges, ätzendes und oxidierendes Gas. Erkennbar wird es durch einen vergleichsweise üblen Geruch.

Wie es am Sonntag hieß, soll das Bärenkellerbad am Montag wieder regulär öffnen.

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