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Augsburg

11.05.2020

City-Galerie hat wieder geöffnet: Neustart unter strengen Auflagen

In den Geschäften der City-Galerie ist Einkaufen wieder erlaubt. Allerdings nur mit Einschränkungen. Pro Geschäft etwa ist nur eine bestimmte Anzahl an Personen erlaubt, zudem gilt für Mitarbeiter wie für Kunden Maskenpflicht.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Nahezu alle Geschäfte im Einkaufscenter City-Galerie in Augsburg haben wieder geöffnet. Kunden müssen sich aber auch auf einige Änderungen einstellen.

Einkaufen ist seit Montag wieder in allen Geschäften möglich. Allerdings gelten nach wie vor Beschränkungen, was die Zahl der Kunden anbelangt, die sich gleichzeitig in einem Laden aufhalten dürfen. Zudem gilt Maskenpflicht für Beschäftigte und Kunden. Die City-Galerie, das große Einkaufscenter mit 100 Fachgeschäften, muss wegen der Corona-Pandemie ebenfalls Einschränkungen in Kauf nehmen. Die maximale Zahl an Besuchern, die ins Center dürfen, ist vorgeschrieben. Wird die Marke erreicht, schreitet der Sicherheitsdienst ein.

In der City-Galerie gilt die Maskenpflicht.
Bild: Ulrich Wagner 

Begrenzt wird auch das Angebot an Parkplätzen. 2000 Parkplätze stehen normalerweise in der City-Galerie bereit. Um im Parkhaus den vorgeschriebenen Mindestabstand zu gewährleisten, ist die Zahl nun auf 1200 Parkplätze begrenzt worden.

Autofahrer werden bei der Einfahrt darauf hingewiesen, dass sie stets eine Lücke zum Nachbarauto einhalten sollen. Centermanager Axel Haug sagt, dass man vorerst auf das Verständnis der Autofahrer hoffe. Direkte Absperrungen einzelner Parkplätze vorzunehmen, würde wohl doch zu weit führen.

City-Galerie in Augsburg: So erfolgt die Kontrolle der Besucher

Strenger geht es bei der Besucherzahl zu. Exakt 1225 Besucher sind gleichzeitig erlaubt. Diese Zahl errechnet sich daraus, dass eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche zugelassen ist. Gegenüber unserer Redaktion sagt der Centermanager, dass moderne Technik helfe, die Besucherzahl zu ermitteln. Dies laufe über Sensoren. Wird die Besuchermarke übertroffen, muss eingegriffen werden. Sicherheitskräfte könnten an Eingängen den Besucherstrom steuern. Dies würde bedeuten, dass Kunden vor den Türen warten müssen. Bei den Zufahrten zum Parkhaus gibt es ähnliche Vorkehrungen. Dass die strikten Vorgaben womöglich an einem besonders starken Einkaufssamstag für Staus, aber auch für Unmut bei einzelnen Kunden sorgen könnten, ist dem Centermanager bewusst.

Andrang vor dem Apple-Store in der City-Galerie.
Bild: Ulrich Wagner

„Wir kehren wieder ein Stück in die Normalität zurück“, sagt Haug. Nahezu alle Geschäfte hätten geöffnet. Geschlossen sind die Türen derzeit bei einem Reisebüro. Auch das Unternehmen Apple, das wegen Corona den Laden aufgrund einer weltweiten Konzernentscheidung früher als alle anderen Läden geschlossen hatte, bietet sein Angebot wieder an. Auch hier gilt, dass jedes Geschäft selbst dafür verantwortlich ist, dass die zahlenmäßige Begrenzung von Personen im Laden eingehalten wird. Am Montag ist der Andrang gerade bei Apple zur Mittagszeit groß. Es gibt eigens angelegte Schleusen vor dem Laden, wo wartende Kunden eingereiht werden. Der Sicherheitsdienst ist überall präsent, nicht nur bei Apple.

City-Galerie: Imbissstände haben ebenfalls Vorgaben

Normalbetrieb herrscht in der City-Galerie auch deshalb nicht, weil Imbissgeschäfte derzeit auf das Mitnahmeangebot beschränkt sind. Der Verzehr von Speisen und Getränken vor Ort ist nicht erlaubt. Sämtliche Sitzmöglichkeiten im Center sind gesperrt. Zudem muss jeder Besucher den Mund-Nasen-Schutz tragen, sobald er das Center betritt.

Schutzmaßnahme in der City-Galerie.   
Bild: Ulrich Wagner

Die Lockerung, dass neben Einkaufscentern auch Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche öffnen dürfen, betrifft unter anderem das Textilhaus Rübsamen in der Karolinenstraße. Geschäftsführer Marcus Vorwohlt sagt, dass sich 170 Kunden gleichzeitig im Laden aufhalten dürfen. Dies sei nach den ersten Eindrücken vom Montag problemlos machbar. Er spricht davon, dass sich die Frequenz in der Innenstadt nun langsam wieder erhöhe: „Ich vermute aber, dass sie unter 50 Prozent der üblichen Werte liegt.“ Weniger Kunden im Geschäft bedeuten für den Geschäftsmann einen geringeren Einsatz an Personal. Die Folgen der Corona-Pandemie waren für das Unternehmen hart, erläutert Vorwohlt: „Im März und April während der Schließung unseres Haus war natürlich auch unsere Warenannahme geschlossen.“ Seit zwei Wochen nehme man wieder Ware an. Somit seien alle Abteilungen mit der aktuellen Frühjahrsware bestückt.

Warum Kleidung auch in Augsburg günstiger werden könnte

Da Rübsamen an anderen Standorten kleinere Filialen betreibt, gebe es erste Erfahrungen, wie sich das Einkaufsverhalten gezeigt hat. Dazu meint der Geschäftsführer: „Ein Teil der Kunden hat Bedarf und sucht gezielt nach einem bestimmten Sortiment.“ Der andere Teil wolle sich wohl eher etwas ablenken und „gönnt sich etwas Schönes“. Der Umsatz hat der Textilbranche in den zurückliegenden Wochen massiv gefehlt. Auch für andere Häuser dürfte gelten, dass viele Textilien nun günstig angeboten würden, sagt Vorwohlt. Man müsse ohnehin sehen, dass Corona auf allen Ebenen den Textilbereich getroffen habe. Vorwohlt, der auf Verbandsebene aktiv ist, sagt: „Ich glaube insofern, dass die großen Reduzierungen erst später kommen.“ Der Sommer gehe erst los.

Ein Großteil der Herbstware werde coronabedingt zudem erst später im Herbst ausgeliefert. Grund: Momentan funktionieren weder Produktion noch Lieferketten so, wie man es gewohnt war.

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