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"Click & Collect": Augsburger Händler müssen alles versuchen

Kommentar Von Andrea Wenzel
08.01.2021

Plus Der Einzelhandel in Augsburg ist stark von der Corona-Krise gebeutelt. Sollen Geschäfte überleben, müssen die Inhaber alles versuchen, um Umsatz zu generieren.

Die Erlaubnis, "Click & Collect" auch in Bayern anbieten zu können, kommt zu spät. Sie wäre für viele, vor allem kleine und mittlere Unternehmen, schon vor Weihnachten eine wichtige Hilfe gewesen, um Kunden zu binden und Umsatz zu erwirtschaften. Denn viele Händler, auch in Augsburg, stehen bereits mit dem Rücken zur Wand. Sie brauchen jeden Euro, um zu überleben. Doch alles Klagen hilft nun nichts. Besser ist es, sich zu freuen, dass die Abholung von Waren jetzt doch erlaubt wird. Dieser Vertriebsweg wird wohl kaum Umsätze in ungeahnter Höhe bescheren, aber er kann helfen, zumindest die Grundkosten zu decken.

Für Augsburgs Händler zählt jeder Euro

Das Modell kann außerdem dafür sorgen, dass Händler mit ihren Kunden in Kontakt bleiben und sie nicht komplett an den Online-Handel verlieren. Das ist vor allem für den Neustart nach dem Lockdown wichtig. Denn was nutzt es, wenn Händler überleben, aber dann kaum noch Kundschaft haben? Der stationäre Handel muss sich derzeit an jeden Strohhalm klammern. Jede Möglichkeit, Umsatz zu erwirtschaften, muss genutzt werden. Anders geht es nicht. Modelle wie "Click & Collect" sind daher auch psychologisch ein wichtiges Instrument. "Es gibt uns Hoffnung", sagen viele Händler. Es gibt ihnen auch Motivation, weiterzukämpfen.

Der Kunde muss das Angebot auch annehmen

Jetzt liegt es aber auch - wie so oft zuvor in dieser Krise - am Kunden, dieses Angebot zu nutzen. Das Risiko, sich bei der Abholung von Waren mit Corona anzustecken, ist aufgrund der Hygienevorschriften für diesen Service gering, also kaum ein Argument, sich deshalb dagegen zu entscheiden. Wer bedenkenlos im Supermarkt einkaufen geht, kann auch sein Buch bei der Buchhandlung oder das Parfüm beim Fachhändler vor Ort kaufen. Der Mehraufwand gegenüber der bequemen und oft kostenlosen Lieferung ist nicht wegzudiskutieren. Aber er lohnt sich. Denn verwaiste Innenstädte wegen zahlreicher Geschäftsaufgaben wären möglicherweise die Alternative. Zudem ist es auch ein Zeichen der Solidarität, aus einer Krisenlage nicht nur das Beste für sich selbst zu machen.

Lesen Sie dazu den Artikel: Abholmöglichkeit von Ware gibt Händlern Hoffnung

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