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Augsburg

21.02.2013

Comeback des Jahres: Kreisvorsitzender Rolf von Hohenhau kandidiert 2014

Rolf von Hohenhau (links) will 2014 wieder kandidieren. Hier im Bild mit Tobias Schley.
Bild: Fastl

Der CSU-Kreisvorsitzende Rolf von Hohenhau, der 2002 freiwillig den Stadtrat verließ, kandidiert 2014. Ein Männerclub arbeitet die Liste aus.

Mit 79 Jahren ist der frühere Bürgermeister Theo Gandenheimer (CSU) der älteste amtierende Stadtrat. Er kandidiert 2014 nicht mehr. Ein anderer CSU-Politiker, der schon einmal aufgehört hat, greift dagegen wieder an: Rolf von Hohenhau, 68, strebt die Rückkehr in den Stadtrat an. Der Vorsitzende des Kreisverbands West will kandidieren. Dies wird aus Parteikreisen bestätigt.

Von Hohenhau gehört zum "Männerclub"

Der CSU-Politiker war viele Jahre lang im Augsburger Stadtrat. Im Jahr 2002 verließ er ihn aus freien Stücken. Weg von der Kommunalpolitik war er nicht. Der Präsident des Bunds der Steuerzahler in Bayern meldete sich oft zu Augsburger Themen zu Wort. Auch als Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) im Jahr 2008 die Macht im Rathaus übernahm. Gerade in Verkehrsfragen (Kosten beim Umbau des Hauptbahnhofs) war von Hohenhau nicht immer auf Kurs von Gribl.

Auch in seiner Partei ging der einflussreiche CSU-Politiker nochmals in die Verantwortung. Als die Turbulenzen um den früheren Kreisvorsitzenden Tobias Schley, der zwischenzeitlich die CSU verlassen hat, immer größer wurden, übernahm von Hohenhau im Sommer 2012 wieder das Kommando im Kreisverband.

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Wenn es jetzt um die Aufstellung der CSU-Stadtratsliste geht, hat von Hohenhau einigen Einfluss. Er gehört einem vom Bezirksvorstand bestimmten fünfköpfigen „Männerclub“ an, der einen Vorschlag für die Stadtratsliste ausarbeiten soll. Ihm gehören ferner OB Gribl, Bezirksvorsitzender Johannes Hintersberger, Fraktionschef Bernd Kränzle und Ost-Kreisvorsitzender Andreas Jäckel an. Ihre Aufgabe wird es in den nächsten Wochen sein, eine Liste zu präsentieren, auf der die Namen von 60 Frauen und Männer auftauchen. Es sind die vorgeschlagenen Kandidaten der CSU.

Englet will nur als Parteiloser kandidieren

Das letzte Wort haben die Delegierten einer Nominierungsversammlung. Sie findet voraussichtlich Mitte Mai fest. Schon etwas früher wird Oberbürgermeister Kurt Gribl als OB-Kandidat der CSU nominiert. Termin ist am 30. April. Dahinter stecke durchaus etwas Symbolik, bestätigt Parteichef Johannes Hintersberger: „Es ist ja schließlich so, dass am 1. Mai 2014 der Amtsbeginn des dann im März 2014 gewählten Oberbürgermeisters ist. Für die CSU ist klar, dass Gribl dann bei seiner Nominierung quasi ein Jahr später in die zweite Amtsperiode geht.“

Wer für die CSU auf der Stadtratsliste kandidiert, ist noch offen. Von den derzeit 17 Stadträten scheidet lediglich Gandenheimer aus. Dem Vernehmen nach könnte es vielleicht noch einen weiteren Rückzieher geben. Die CSU will laut Hintersberger vornehmlich Parteimitglieder auf der Liste platzieren. „Ich schließe aber nicht kategorisch aus, dass auch ein Nicht-Mitglied dabei ist.“

Dies könnte dem fraktionslosen Stadtrat Karl Heinz Englet (früher Pro Augsburg) eine Hintertür öffnen. Englet wurde schon früher von der CSU umgarnt, unterstrich aber immer, dass er in keine Partei eintreten will: „Wenn ich kandidiere, dann nur als Parteiloser.“

Das Interesse an Stadtrat Englet kühlt ab

Nach Informationen unserer Zeitung ist das Interesse der CSU an Englet merklich abgekühlt. Vor wenigen Wochen sah dies noch anders aus. Als Stadtrat Tobias Schley die Fraktion verließ, lief die CSU Gefahr, Ausschusssitze abgeben zu müssen. Wäre Englet in die Fraktion eingetreten, wäre alles beim Alten geblieben. Englet kam nicht. Konsequenz: Die CSU musste einige Ausschusssitze an die Linkspartei abtreten.

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