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Augsburg

20.01.2021

Corona-Fall in Anker-Einrichtung: 180 Asylbewerber in Quarantäne

Die Flüchtlingsunterkunft an der Berliner Allee in Augsburg steht derzeit wegen eines Corona-Falls unter Quarantäne.
Foto: Silvio Wyszengrad

Plus Ein Corona-Fall hat enorme Folgen für die Bewohner des Asylheims an der Berliner Allee in Augsburg. Kinder sollen künftig direkt in der Einrichtung unterrichtet werden.

Die Flüchtlingsunterkunft in der Berliner Allee in Augsburg ist Anlaufstation für Familien, die erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. 31 Familien mit insgesamt 140 Personen leben auf dem Gelände. Hinzu kommen 39 Männer, die vielfach im Berufsschuljahr sind. Gegenwärtig sind die Bewohner gezwungen, das Areal nicht zu verlassen. Weil eine Person sich mit Corona infiziert hat, gilt noch bis Mittwoch nächster Woche eine Quarantäne für die Bewohner. Dies hat die zuständige Regierung von Schwaben auf Anfrage bestätigt.

Anker-Einrichtung für Flüchtlinge nach Corona-Fall unter Quarantäne

Die Regierung von Schwaben verwaltet die sogenannten Anker-Einrichtungen im Stadtgebiet. Das Kürzel "Anker" steht für Ankunft, Entscheidung, Rückführung. Neu ankommende Flüchtlinge werden seit gut einem Jahr in Augsburg registriert. Anschließend erfolgt die Verteilung auf die jeweiligen Unterkünfte. Die Anker-Zweigstelle in Inningen ist eigentlich der Ort, an dem Corona-Infizierte unterbracht werden. Derzeit sind es zwölf Personen, die sich mit dem Virus angesteckt haben. Kontaktpersonen werden in der Unterkunft am Kobelweg untergebracht.

 

Die Unterkunft an der Berliner Allee ist die größte im Stadtgebiet. Sie wurde in den zurückliegenden Monaten ausgebaut. Zusätzliche Container wurden errichtet. In einem Container, der jetzt in Betrieb genommen wurde, findet künftig der Unterricht für die schulpflichtigen Kinder statt. Sie waren zuvor in die Herrenbach-Schule gegangen. Wie die Regierung von Schwaben informiert, sei es nun möglich, die Kinder auf dem Gelände selbst zu unterrichten. Derzeit findet allerdings kein Unterricht in der Schule oder im Container statt. Wegen der Corona-Auflagen gilt auch für die Flüchtlingskinder ein Distanzunterricht. Zweimal wöchentlich werden Schulmaterialien bearbeitet, entgegengenommen, korrigiert und wieder an die Schüler ausgegeben.

Asylunterkunft in Augsburg: Drei neue Container stehen auf dem Gelände

Die drei neuen Container auf dem Gelände schaffen nun bessere Voraussetzungen, um das Leben in der Unterkunft zu organisieren, sagt Karl-Heinz Meyer, Sprecher der Regierung von Schwaben. Untergebracht in den Bauten sind die neuen Speiseräume, die Verwaltungsbüros sowie die Klassenräume der Grund- und Mittelschule.

In der Unterkunft gibt es darüber hinaus eine eigene Kinderbetreuung. Die Kita ist allerdings derzeit wegen der Corona-Auflagen geschlossen. Gesucht wird von der Regierung von Schwaben zudem ein Träger. "Wir planen aktuell die Neuausschreibung der Kinderbetreuung und hoffen, zum Ende des ersten Quartals für diese Aufgabe einen Träger zu finden", sagt Meyer.

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