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Augsburg

23.03.2020

Corona-Krise: Menschen treffen sich am Kuhsee

Die Polizei kontrolliert auch in Grünanlagen, an Wertach und am Lech.
Bild: Annette Zoepf

Bei Sonnenschein waren am Sonntag am Kuhsee viele Menschen spazieren. Dabei kam es zu kritischen Situationen. Das ist noch nicht alles, was die Polizei meldet.

Sie kontrollierten Gaststätten, Geschäfte und Menschen, die sich im Freien aufhielten. Am Wochenende überprüften 200 Polizisten am Tag im Zuständigkeitsgebiet der Polizei Schwaben Nord die Einhaltung der neuen Regelungen aufgrund der Coronapandemie. Zu kritischen Situationen kam es dabei am Sonntag in Augsburg.

Augsburger Kuhsee Schwerpunkt für Kontrollen

Das lag vor allem am Wetter, wie Polizeivizepräsident Markus Trebes bei der städtischen Pressekonferenz am Montag berichtete. War es bei Regen und Kälte am Samstag recht ruhig, verließen am Sonntag bei Sonnenschein viele Menschen ihre Wohnungen und Häuser. „Die Bevölkerung ließ sich in Naherholungsgebieten nieder, es wurden Getränke und Speisen verzehrt“, berichtet Trebes. Dies bringe andere auf die gleiche Idee. So ein Verhalten sei nicht zulässig, betonte Trebes. Gegen Spaziergänge mit den Personen aus dem eigenen Hausstand sei nichts einzuwenden. Wie die Polizei berichtet, entwickelte sich vor allem das Gebiet rund um den Augsburger Kuhsee zu einem Schwerpunkt ihrer Kontrollen. Dort waren viele Spaziergänger unterwegs. Deshalb sei es zu kritischen Situationen gekommen.

Coronakrise: Menschen sollen sich nicht niederlassen

Denn nach Angaben der Polizeikonnte der vorgegebene Mindestabstand von 1,5 Meter teilweise nicht mehr gewährleistet werden. Zwar ging die Mehrheit der angetroffenen Menschen tatsächlich einzeln oder mit Menschen aus dem eigenen Hausstand spazieren, informiert die Polizei. Doch immer noch hätten einige Besucher Parkbänke und Wiesen genutzt, um sich dort teils in Gruppen niederzulassen und mitgeführte Getränke zu konsumieren. Gemeinsam mit dem Ordnungsdienst der Stadt Augsburg sprachen die Einsatzkräfte die Leute an und forderten sie auf, sich von den Bänken und Wiesen zu entfernen.

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Bei ihren Kontrollen trafen die Polizisten zudem auf einem Spielplatz eine 30-jährige Frau mit ihrem Partner sowie ihren beiden Kindern an, obwohl die Verbotsschilder dort deutlich lesbar waren. Die Mutter weigerte sich laut Polizei den Spielplatz zu verlassen. Auch ihre Personalien wollte sie nicht angeben. Erst als die Einsatzkräfte gezwungen waren, die laut schreiende Frau in das Dienstfahrzeug zu bringen, um dort ihre Identität festzustellen, habe sie sich einsichtig gezeigt. Die Polizei wurde bei ihren Kontrollmaßnahme auch von der Bereitschaftspolizei sowie vom städtischen Ordnungsdienst unterstützt.

Die Polizei kontrollierte am Wochenende im gesamten Zuständigkeitsgebiet 1300 Gaststätten, über 1000 Läden und circa 800 Personen. Dabei wurden 54 Anzeigen erstattet und 30 Platzverweise erteilt. Rund hundert Bürger tätigten den Notruf, um Verstöße gegen die bayernweit gültige Allgemeinverfügung zu melden. Die Polizei rückte hier zu circa hundert Einsätzen aus.

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