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Corona

18.03.2020

Corona: Wo Augsburger Medizinstudenten Hilfe leisten

Augsburger Medizinstudenten helfen in der Corona-Krise.
Bild: Silvio Wyszengrad

Plus Wissenschaftsminister und Unikliniken rufen den medizinischen Nachwuchs zum freiwilligen Einsatz in der Corona-Krise auf. Das ist aber nicht so einfach.

Wissenschaftsminister Bernd Sibler hat gemeinsam mit den Ärztlichen Direktoren der sechs bayerischen Universitätskliniken in Augsburg, Würzburg, Erlangen, München und Regensburg Medizinstudenten zum freiwilligen Einsatz im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. Auch die neuen Augsburger Medizinstudenten wollen sich einbringen, obwohl das in ihrem Fall nicht einfach ist.

Sibler sagte, „in einer humanen und demokratischen Gesellschaft gilt es zusammenzuhalten.“ Gerade im medizinischen Bereich werde man in den kommenden Wochen jede Unterstützung brauchen, um die Bevölkerung zu beraten und zu schützen sowie bereits infizierte Erkrankte bestmöglich zu versorgen. „Daher bitte ich unsere Studentinnen und Studenten der medizinischen Fächer, dort anzupacken, wo es nötig ist.“ Angehende Ärztinnen und Ärzte könnten zum Beispiel bei der Versorgung der Patienten in allen Krankenhäusern unterstützen oder bei der Beratung der Bevölkerung unter anderem über Telefonhotlines mitarbeiten. Wer Interesse habe, könne sich an die Kliniken wenden.

So läuft es am Uniklinikum Augsburg

Beispielsweise in der Uniklinik Würzburg waren am Montag bereits 241 studentische Hilfskräfte am Klinikum im Einsatz. Wie die Medizinfakultät der Uni Augsburg am Dienstag mitteilte, wirken auch am Universitätsklinikum Augsburg Medizin-Studierende in Zeiten der Corona-Krise verstärkt bei der Versorgung von Kranken mit. Dabei handele es sich um erfahrene Studierende, die in ihrer klinischen Ausbildung bereits weit voran geschritten sind und ihr Praktisches Jahr oder eine Famulatur am Universitätsklinikum machen. Sie kommen von anderen Universitäten.

„Darüber hinaus sind wir gerade im Gespräch, wie die Studierenden mit beruflicher Vorerfahrung im ersten Jahrgang an der Medizinischen Fakultät in Augsburg sicher und patientenorientiert in die Krankenversorgung eingebunden werden können“, so die Medizin-Gründungsdekanin Professorin Martina Kadmon. Sie sei sehr froh und dankbar für das Engagement der bereits in der Krankenversorgung tätigen angehenden Medizinerinnen und Mediziner, aber auch für die Hilfsbereitschaft derer, die ihre Unterstützung angeboten hätten. Dies zeige eindrucksvoll das hohe Verantwortungsbewusstsein der Medizinstudenten.

Studierende suchen sich selber ihren Einsatz

Im Fall der ersten 84 Augsburger Medizinstudierenden gibt es allerdings eine Einschränkung, wie Studentin Elisabeth Schröder erläutert. Nach dem ersten Semester sei man noch keine große Hilfe im klinischen Betrieb. Dazu fehle die Erfahrung. Deshalb seien bayernweit in Kliniken oder für die Hotlines der Gesundheitsämter fortgeschrittene Medizinstudenten gefragt. Schröder zufolge hat aber die Fachschaft der Augsburger Medizinstudenten Kommilitonen dazu aufgerufen, dort Hilfe zu leisten, wo sie gebraucht werden.

Viele der Augsburger Medizinstudenten hätten zuvor in Bereichen wie im Rettungsdienst oder in der Pflege gearbeitet. Dort seien etliche ihrer Mitstudenten in der Corona-Krise nun wieder im Einsatz. Medizinstudentin Elisabeth Schröder ist ausgebildete Krankenschwester und arbeitete vorher in Berlin. Dorthin ist sie vorübergehend zurückgekehrt, um zu im Sankt-Gertrauden-Krankenhaus in Berlin-Wilmersdorf zu helfen.

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