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Coronavirus

10.03.2020

Coronavirus: Augsburgerin sitzt mit GNTM-Kandidatin auf den Malediven fest

Mareike Lerch (links) und die Augsburgerin Nicole Tscheschlok dürfen die Malediven wegen eines Corona-Falls nicht verlassen.
Bild: Tscheschlok

Plus Die Augsburger Reisejournalistin Nicole Tscheschlok darf wegen des Coronavirus eine Malediven-Insel nicht verlassen. Sie hat eine prominente Leidensgenossin.

Es sollte ein entspannter Urlaub auf den Malediven werden – und zunächst war es das auch: Die Augsburger Reisejournalistin Nicole Tscheschlok verbrachte eine schöne Auszeit im Inselparadies, doch aus der Rückreise wird nun nichts: Aktuell darf keiner die Insel Kuredu verlassen, weil ein Gast nach der Abreise in seine Heimat positiv auf Covid-19 getestet worden war. Weil nicht sicher ist, ob sich jemand bei ihm angesteckt haben könnte, darf derzeit niemand mehr die Insel verlassen.

Wegen Coronavirus: Augsburgerin darf Malediven nicht verlassen

Nicole Tscheschlok schildert die Situation per Mail. Ihr gehe es gut, auch wenn sie erst einmal nicht abreisen kann. „Man merkt nicht wirklich, dass wir hier festsitzen. Wir können uns frei auf der Insel bewegen“, sagt die 34-Jährige. Die Zeit vertreibt sie sich wie vorher mit Freizeitaktivitäten – „am Pool liegen, am Strand liegen, etwas essen gehen, schlafen, lesen, schnorcheln, die üblichen Sachen, die man auf einer Insel so macht“. Was die Touristen momentan allerdings nicht machen können, sind Ausflüge mit dem Boot zum Tauchen zu benachbarten Inseln.

Die Stimmung auf der Urlaubsinsel empfindet die Augsburgerin als nicht sonderlich angespannt. „Ich war schon häufiger hier auf der Insel, habe sogar schon mal hier gearbeitet. Mir fällt eigentlich nur auf, dass die Desinfektionsmittelspender, die es schon lange gibt, plötzlich mehr genutzt werden.“ Tscheschlok selbst bangt auch nicht um ihre Gesundheit, sie sieht die Situation entspannt. „Die zwei Urlauber, die positiv getestet wurden, sind ja gar nicht mehr auf der Insel und befinden sich schon in Behandlung.“ Personen, die mit den Betroffenen in engem Kontakt standen, wurden unter Quarantäne gestellt.

Touristen sorgen sich nicht wegen Coronavirus, sondern wegen der Flüge

Von Berührungsängsten oder Panik vor einer Ansteckung merkt die Reisejournalistin auch bei den anderen Touristen nichts, die auf der Insel feststecken. „Was die Menschen eher beschäftigt, ist die Frage: Wie buche ich jetzt meinen Flug, wann komme ich nach Hause? Aber da helfen die Reiseanbieter und das Hotel so gut wie möglich.“

Ein Problem, das die selbstständige Augsburgerin selbst hat, denn als Reisejournalistin ist ihr Job nun einmal, unterwegs zu sein. „Ich hatte eigentlich am 20. März eine andere Reise geplant, da weiß ich allerdings noch nicht, ob ich sie antreten kann, auch wenn ich selbst keine Bedenken habe zu reisen.“ Momentan kann sie zwar von den Malediven aus arbeiten, allerdings hat sie keinen Einfluss auf Kooperationspartner, die ihre Marketingmaßnahmen wegen des Coronavirus verschieben. Wie lange das Ausreiseverbot auf den Malediven gilt, wurde noch nicht gesagt. Allerdings kann wegen der Inkubationszeit mit bis zu zwei Wochen gerechnet werden.

Tscheschlok verbringt ihren unfreiwillig verlängerten Urlaub übrigens in (halb-)prominenter Gesellschaft: Sie hat auf der Insel Mareike Lerch getroffen – diese ist Kandidatin bei der der TV-Castingshow Germany's Next Topmodel, kurz GNTM. Auch sie sitzt derzeit wegen der Coronagefahr auf der Insel fest.

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