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Cortina: Schade, wenn ein Traditions-Lokal verschwindet

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Kommentar Von Miriam Zissler
08.11.2018

Viele Augsburger sind traurig, dass das Eiscafé Cortina geschlossen hat. Zu recht, denn Kult-Lokale und kleine Läden machen eine Stadt so besonders.

Viele Augsburger haben am Donnerstag vor dem Cortina kurz innegehalten, den Aushang der Inhaber gelesen, durch die Schaufenster in das dunkle Eiscafé geschaut und ungläubig den Kopf geschüttelt. Es hat tatsächlich zugemacht (Cortina: Augsburger beklagten Schließung des Kult-Cafes ). Etwas, das für viele Augsburger gefühlt ein ganzes Lebens lang da war, gibt es nicht mehr. Das ist traurig.

Im Eiscafé Cortina stecken die Erinnerungen vieler Augsburger

Alle Kunden – und in 59 Jahren dürfen es eine Menge gewesen sein – werden die eine oder andere Erinnerung mit dem Kult-Café in Verbindung bringen: ob es die einzigartige Einrichtung war, die lächelnde Angelika Bez hinter der Theke oder das Lieblingsgericht auf dem Teller. Das inhabergeführte Lokal hatte seinen eigenen Charme entwickelt, dem viele verfallen waren.

Inhabergeführte Geschäfte sind das Salz in der Suppe einer Kommune und stechen aus dem Einheitsangebot vieler Ketten heraus. Denn bei ihnen gibt es eben keine Einheitsdeko und keine Einheitskarte. Die Inhaber entwickeln eigene Ideen, können individuell auf die Wünsche ihrer Kundschaft eingehen und geben ihrem Lokal ein Gesicht.

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Warum inhabergeführte Läden so wichtig für Augsburg sind

Wenn diese Gesichter von der Bildfläche verschwinden, die Namen von den Lokalen abgehängt werden, dann entsteht eine Leere, die nur schwer zu füllen ist. So ist auch der Aufschrei zu verstehen, der vor einiger Zeit laut wurde, als am ehemaligen Kino Capitol der Schriftzug entfernt wurde.

Auch wenn der tatsächliche Grund für die Schließung des Eiscafés nicht bekannt ist, sollte einem diese Schließung zu denken geben. Jeder sollte den inhabergeführten Laden, der ihm am Herzen liegt, unterstützen – den Zeitungskiosk an der Ecke, die Bar des Vertrauens, den Schuster, den Einzelhändler oder den kleinen Tante-Emma-Laden. Wer weiß, wie lange es diese besonderen Anlaufstellen in der Stadt noch gibt.

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