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10.07.2010

Cowboy-Romantik

Morgens, kurz nach Sonnenaufgang, brüht sich der einsame Cowboy am Lagerfeuer seinen Kaffee. Und abends dann, nach einem langen Ritt durch die Rockys, brät er sich ein Stück Fleisch über den Flammen. Wildwest-Romantik. Ein Hauch von Abenteuer. Toll!

Für unsereins ist Kochen am offenen Feuer dagegen eher untauglich. Im Alltag zumindest. Aber warum sollte man am Wochenende zum Waldspaziergang nicht mal Topf und Kochlöffel einpacken? Nicht mal sehen, was die Natur so an Essbarem hergibt?

Susanne Fischer-Rizzi outet sich in ihrem Buch Wilde Küche als leidenschaftliche Freiluft-Köchin. Sie schwärmt vom Duft des Holzes und vom Knistern der Flammen. Und: In der Küche unter freiem Himmel, sagt sie, ist für jeden Platz. So wird Kochen mit den Rezepten von Fischer-Rizzi nicht nur zu einem Abenteuer, sondern auch zum gesellschaftlichen Ereignis.

Ein bisschen muss man Jäger und Sammler sein, um mit den Rezepten klarzukommen. Viele Zutaten stammen aus freier Wildbahn und müssen erst mal gepflückt werden. Der "Herd" entsteht aus Ästen oder wird einfach in den Boden gegraben. Selbst das Kochgeschirr stellt die Autorin aus Naturmaterialien wie Rinde oder Zweigen selbst her. Wer handwerklich also völlig ungeschickt ist, sollte vielleicht doch lieber drinnen in der Küche bleiben.

Cowboy-Romantik

Fischer-Rizzi animiert ihre Leser, zu jeder Jahreszeit draußen zu kochen. Im Frühling gibt es Brennnesselchips, im Sommer Steckerlfisch, im Herbst Parasolpilz-Schnitzel, im Winter Feuerzangenbowle. Ihre Rezepte garniert sie mit wunderbaren Geschichten übers Feuer und mit ansprechenden Bildern.

Fazit: Kochen am offenen Feuer ist nichts für jeden Tag und auch nichts für jede Woche. Aber es kann ein Riesenspaß sein, wenn man mit Kindern oder Freunden auf der Suche nach Außergewöhnlichem ist. Oder mit Freundinnen in großem Stil Tomatensauce in der Metalltonne einkochen möchte ... (nip)

"Susanne Fischer-Rizzi: Wilde Küche, AT-Verlag, 218 Seiten, 24,90 Euro.

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