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Porträt

27.01.2018

Damit die Musik an den Mann kommt

Benedikt M. Reimann kümmert sich um Auftrittsmöglichkeiten für Künstler.
Bild: Patricia Lozano/Mallorca Magazun

Benedikt M. Reimann, ein Alt-Stephaner, baut eine Konzertdirektion auf. Das führt ihn bis nach Mallorca

Klassische Musik war schon immer die Leidenschaft von Benedikt Matthias Reimann. Den Grundstein seiner Passion legte der Klavierpädagoge Michael Hubert-Gallée am Gymnasium bei St. Stephan. Und sein Mitschüler Maximilian Lika, der ein hervorragender Bassbariton – und sein bester Freund – werden sollte. Als Liedbegleiter hat Reimann mit ihm gern konzertiert. Jetzt tut er es wieder – in einer anderen Rolle: Benedikt M. Reimann, mittlerweile 33 Jahre alt, baut eine Konzertdirektion auf, die BMR Artist & Project Management.

Statt seiner begleitet nun der junge Pianist Konstantin Lukinov den Augsburger Sänger. Reimann wählte anstelle einer künstlerischen Ausbildung etwas beruflich Solides: Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Bayreuth und Berlin und war lange ganz branchenfremd im Vertrieb tätig. Freilich: Schon seine Diplomarbeit beschäftigte sich mit Rechts- und Bilanzierungsfragen in der Musikverwertung. Daraus entstand sein Fachbuch „Das 360 Grad Modell in der Musikindustrie“, ein Leitfaden für die Komplettvermarktung des Künstlers und seines Schaffens.

Reimann kehrte in seine Heimatstadt zurück. Die Agentur entstand fließend, zunächst konnte er für sie nur abends und am Wochenende arbeiten. Doch rasch knüpfte sich ein Netzwerk, aus fünf wurden fünfzig Termine, die zu betreuen waren. Und Reimann machte sich selbstständig. Einen starken Impuls gab ihm der Einstieg als Geschäftsführender Gesellschafter und Managementdirektor des Festivals Música Mallorca, das der Münchner Wolf D. Bruemmel aufgebaut und bis in die 15. Saison geführt hatte. Auch die Augsburger Philharmoniker sind im Rahmen dieses Festivals schon auf der spanischen Insel aufgetreten.

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Genau in solchen Verknüpfungen sieht Benedikt Matthias Reimann ein Potenzial für die Musikvermarktung. Mit ihren Programmen können Künstler an verschiedenen Orten Engagements annehmen. Hier in Augsburg sondiert er die Möglichkeiten im Rahmen der Konzertreihe „Die Fugger und die Musik“ der Regio Tourismus. Am 26. Mai wird es ein Programm „Spanische Barockmusik“ im Goldenen Saal geben. „Ich setze auf Kooperationen. Und mir ist wichtig, dass es Topkünstler sind, die bereits einen Namen haben“, sagt der Konzertdirektor.

So wie Maximilian Lika, inzwischen ein über Deutschland hinaus renommierter Liedinterpret, der sich auch an zeitgenössische Musik herantraut. Oder Alexandra Steiner – eine Augsburgerin, die als Sopranistin sogar bei den Bayreuther Wagner-Festspielen Furore macht. Auch Konstantin Lukinov, der mit acht Jahren von Moskau nach Augsburg kam, hat sich als Pianist einen Namen in Europa gemacht, ausgebildet in Frankfurt bei Meistermacher Lev Natochenny und in Moskau bei Ivan Sokolov.

Nicht zuletzt engagiert sich Reimann selbst künstlerisch als Sänger in einem leistungsfähigen Vokalensemble. Die „Vox Augustana“ mit 24 ausgebildeten Stimmen wird von Christian Meister geleitet, ein Finalist beim Deutschen Chordirigentenpreis 2016, der öfter mit Rundfunkchören auftritt.

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