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Augsburg

25.09.2019

Darum zieht es den Augsburger CSU-Mann Schaal ins Unterallgäu

Gute Laune bei der CSU im Unterallgäu: Rainer Schaal (links) und Franz Josef Pschierer.
Bild: Johann Stoll

Der Augsburger Stadtrat Rainer Schaal will Landrat im Unterallgäu werden. Das erste Gespräch fand in der Jagdhütte statt.

Jetzt ist es offiziell: Der Augsburger CSU-Stadtrat Rainer Schaal, 53, ist Landratskandidat seiner Partei im Unterallgäu. Wenn er die Wahl gewinnt, kündigte Schaal am Mittwoch an, werde er mit seiner Familie ins Unterallgäu ziehen. Mit Frau und den beiden Töchtern (ein und vier Jahre) lebt der Regierungsdirektor in Göggingen. Die Familie sei für ihn sein Rückgrat, sagt Schaal. Der frühere Umweltreferent in Augsburg betonte, dass er kein Landrat der CSU sein wolle, sondern einer für alle Unterallgäuer. Ihn reize die Aufgabe als Landrat, weil er viel mit Menschen zu tun haben werde: „Näher am Menschen ist für mich Lebenseinstellung.“ Die Verbindung ins Unterallgäu gebe es schon länger. Schaals Frau ist Lehrerin und hat in Pfaffenhausen und Mindelheim unterrichtet.

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Der Landratskandidat Schaal wird in Mindelheim vorgestellt

Bei der Vorstellung in Mindelheim nahm der Kommunalpolitiker auch direkt Bezug zu seinem politischen Agieren in Augsburg. Angesprochen auf Berichte über seine Differenzen mit Teilen der CSU in Augsburg und seinem Liebäugeln mit einem Wechsel zur FDP oder zu Pro Augsburg, sagte er, daran sei „null Komma null“. Er sei seit 37 Jahren „CSUler durch und durch“. Schaal nannte sich einen Benediktiner-Zögling, dem Sozialpolitik ebenso wichtig sei wie Wirtschaft und Umweltpolitik.

Den Kontakt zu Schaal hatte der frühere Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer geknüpft, der CSU-Kreisvorsitzender im Unterallgäu ist. Das erste Gespräch fand, wie am Mittwoch verraten wurde, abgeschieden im Wald bei Mittelneufnach statt. Hier hat Schaal, der leidenschaftlicher Jäger ist, seine Jagdhütte.

Darum zieht es den Augsburger CSU-Mann Schaal ins Unterallgäu

So reagiert die Augsburger CSU auf die Personalie Schaal

Die Kandidatur im Unterallgäu hat auch die Parteifreunde in Augsburg überrascht. CSU-Bezirksvorsitzender Volker Ullrich sagt: „“Mit Rainer Schaal als Landratskandidaten hat die CSU Unterallgäu eine sehr gute Wahl getroffen.“ Er freue sich für Schaal ganz persönlich, so Ullrich, „dass Schaal die verantwortungsvolle Aufgabe der Kandidatur übernehmen kann“. Mit seiner langjährigen Erfahrung als ehrenamtlicher und berufsmäßiger Stadtrat in Augsburg sowie mit seinem beruflichen Hintergrund bringe er die notwendige Expertise für das Amt mit. Die CSU Augsburg unterstützt Schaal bei der Kandidatur.

Zwischen Ullrich und Schaal gibt es eine besondere Konstellation. Im Jahr 2013 war Ullrich in den Bundestag eingezogen. Er gewann das Direktmandat. Den entscheidenden Erfolg hatte er zuvor am 15. März 2013 errungen. Es war jener Abend, an dem Ullrich die parteiinterne Ausscheidung zu seinen Gunsten entschied. Ein paar Stimmen Vorsprung gegenüber Schaal machten Ullrich zum designierten Bundestagsabgeordneten. Ullrich erhielt 82 Stimmen, Schaal 75. Die CSU hatte einen Nachfolger für Christian Ruck gesucht, der nicht mehr angetreten war. (mit möh)

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