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Freilichtbühne

30.07.2018

Das Augsburger Fugger-Musical kommt zurück

Vorerst ein letztes Mal war ein „Herz aus Gold“ zu sehen.
Bild: Jan-Pieter Fuhr

2150 Zuschauer bejubelten am Samstag „Herz aus Gold“. Die Planungen für die Wiederaufnahme laufen

Noch einmal tauchte Augsburg am Samstagabend in die eigene Geschichte und die Welt der Fugger ein. 2158 Zuschauer feierten das Musical „Herz aus Gold“. In der ausverkauften Freilichtbühne musste das Theater sogar sichtbehinderte Plätze seitlich vom Orchester verkaufen, um dem Andrang der Augsburger gerecht zu werden.

Insgesamt sahen damit nach Schätzungen mehr als 34000 Zuschauer die Welturaufführung. Manche waren mehrfach gekommen. Zum Beispiel Sabine Stief, Inhaberin von Augenoptik Stief in der Augsburger City: „Ich war jetzt viermal in der Aufführung. Weil es mir einfach großartig gefallen hat. Farbenprächtige Kostüme, fetziges Ballett, bewegende Musik – ich bin stolz, dass unsere Stadt so ein Musical geboten hat.“

Auch Katharina Gräfin Fugger von Glött sah zum zweiten Mal die vertonte Geschichte ihres Vorfahren. Diesmal hatte sie gleich mehrere Freunde dabei: „Mich hat das Stück begeistert“, sagte die Gräfin bei der Abschlussfeier. Die Derniere hatte einiges zu bieten. Als Fugger-Darsteller Chris Murray den Titelsong „Herz aus Gold“ anstimmte, schwenkten alle Zuschauer grüne Leuchtstäbe und tauchten die Freilichtbühne in ein unwirkliches Licht. Die Idee kam von drei weiblichen Augsburger Murray-Fans. Das Theater setzte sie erstmals bei der Derniere um. Die Fans verteilten die Leuchtstäbe mit Info-Zetteln selbst auf etwa 2000 Sitzen.

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Der Jubel nach dem Song war so groß, dass das Musical unterbrochen werden musste. Sogar den Blutmond, der in der Nacht zum Samstag am Himmel zu sehen war, baute die Regie ein. Der Kaiser Maximilian erwähnte ihn als Symbol für das Ende der alten Welt. Zum Finale gab es minutenlangen stehenden Applaus der Zuschauer.

Intendant André Bücker sagte anschließend: „Es ist die Show geworden, die ich mir gewünscht hatte. Die Aufführung ist für diese Bühne und für diese Stadt gemacht. Toll, emotional und kraftvoll.“ Er bedankte sich bei allen Darstellern. Besonders bei Chris Murray, der den Jakob Fugger so überzeugend dargestellt und gesungen hatte. Der bekannte Musicalsänger zeigte sich im Gespräch mit unserer Redaktion erfreut von Augsburg: „Ich habe in den vergangenen Wochen hier sehr offene und freundliche Menschen kennengelernt. Die Augsburger sind mir viel sympathischer als die Münchner. In dieser Stadt geht es ehrlicher zu. Sie braucht kein Schickimicki“, urteilte Murray.

Die Frage, wie es weitergeht mit dem Musical, beantwortete Intendant Bücker auch: „Es war ein großer Erfolg. Wir werden es wieder spielen. Wir prüfen, ob wir es schon im nächsten Jahr hinbekommen. Wenn nicht, dann wird es eben 2020 oder 2021 sein. Eines ist sicher: Dieser Fugger kommt zurück.“ Auch über eine CD oder eine Verbreitung als Internet-Stream denkt das Theater nach. „Wir hatten bislang einfach nur keine Zeit“, sagte Bücker.

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