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In NRW leben bereits zwölf Millionen Menschen im Corona-Risikogebiet

21.02.2015

Das Dutzend ist voll

Zwölf Monate hat ein Jahr. Jesus versammelte zwölf Jünger um sich. Und jetzt ist die Zahl zwölf auch im Augsburger Stadtrat eine besondere.

Zwölf Monate hat ein Jahr. Jesus versammelte zwölf Jünger um sich. In England und Amerika entscheidet bei Strafprozessen eine Jury mit zwölf Geschworenen über Schuld oder Unschuld des Angeklagten. Fußballfans werden gerne mal als zwölfter Mann bezeichnet, wenn sie ihre „Elf“ anfeuern. Ach ja: Und zwölf Punkte sind die höchste Punktzahl, die ein Land beim Eurovision Song Contest vergibt.

Die Zahl „12“ spielt in vielen unterschiedlichen Bereichen eine Rolle. Jetzt drückt sie auch der Augsburger Kommunalpolitik ihren Stempel auf. Mit dem Wechsel des früheren Kulturreferenten Peter Grab von Pro Augsburg zur WSA (Wir sind Augsburg) erhöht sich die Zahl der im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen auf zwölf – ein nie zuvor erreichter Wert.

Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten: 60 Stadträte verteilen sich auf CSU (23), SPD (13), Grüne (7), AfD (4), CSM (3), Die Linke (2), Pro Augsburg (2), Freie Wähler (2) und ÖDP, FDP, Polit-WG und WSA (jeweils ein Stadtrat).

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Als im April 2014 die vorangegangene Legislaturperiode zu Ende ging, saßen im Stadtrat Vertreter aus sieben Parteien und Gruppierungen. Hinzu kamen zwei fraktionslose Stadträte. Aus neun, die Einzelkämpfer hinzugerechnet, sind nunmehr zwölf geworden. Warum? Ein geändertes Kommunalwahlrecht verbesserte Chancen der Kandidaten von kleinen Parteien. Hinzu kommt: Eine Fünf-Prozent-Hürde gibt es bei Kommunalwahlen ohnehin nicht.

Im Vergleich zum Augsburger Stadtrat sind die Parlamente in Berlin und München überschaubarer. Vertreter von fünf Parteien (CDU, CSU, SPD, Grüne, Die Linke) sitzen im Bundestag, im Landtag sind es gar nur vier Parteien (CSU, SPD, Grüne, Freie Wähler).

Für den Spitzenplatz in Bayern reicht es für Augsburg (noch) nicht ganz. Der Münchner Stadtrat bringt es auf 13 Gruppierungen. In Nürnberg sind es elf Parteien inklusive eines fraktionslosen Stadtrats. Allerdings könnte man anführen, dass es in München 80 Stadträte gibt, was in Relation zu 60 in Augsburg zu bewerten wäre. Aber das nun wiederum ist eine ganz eigene Rechnung.

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