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Gesellschaft

03.07.2018

Das Europäische Jugendparlament kommt

„Zeig Toleranz“ – eine Besucherin der großen Kundgebung am Rathausplatz hielt dieses Plakat in die Höhe. Um Themen wie Toleranz und Solidarität ging es am Wochenende auch bei einer Konferenz.
Bild: Alexander Kaya

Jugendliche aus ganz Europa werden Ende August in Augsburg über Friedens- und Außenpolitik sprechen. Die Sicherheit war bereits am Wochenende das Thema einer besonderen Konferenz

140 junge Teilnehmer aus ganz Europa werden von Sonntag, 26. August, bis Sonntag, 2. September, in Augsburg über die europäische Friedens- und Außenpolitik diskutieren. Die ehrenamtlichen Teamleitenden reisten nun nach Augsburg, um die Ausgestaltung der einwöchigen Konferenz im Detail vorzubereiten. Neben der Programmplanung ging es vor allem darum, den Zusammenhalt untereinander zu stärken und sich besser kennenzulernen. Warum die Wahl auf Augsburg als Austragungsort fiel, beantwortet Timotheus Riedel, 24, der neben Janis Kifka, 24, die Projektleitung innehat: „Die Stadt Augsburg hat sehr gute Bedingungen angeboten und ist als Friedensstadt mehr als prädestiniert, um über die gegenwärtige Friedens- und Außenpolitik zu diskutieren.“

Das Internationale Akademische Sommerforum wird eine große Parlamentssimulation sein: 100 junge Frauen und Männer zwischen 18 und 25 Jahren werden sich in acht international besetzten Ausschüssen gegenwärtigen politischen Fragen der Außen- und Friedenspolitik widmen und Resolutionen erarbeiten, die in der abschließenden Vollversammlung abgestimmt werden. Es wird um Beziehungen zu Iran und Nordkorea, Strategien in der Entwicklungszusammenarbeit, Cyberterrorismus, globale Rolle der EU, demokratische Teilhabe sowie die Rechtssetzung in einzelnen EU-Ländern gehen. Das Europäische Jugendparlament (EJP) setzt sich zum Ziel, den interkulturellen Austausch junger Menschen in Europa zu fördern und ist als Bildungsplattform für politische Debatten zu verstehen. Insgesamt ist das EJP in über 40 Ländern Europas vertreten.

Die Schirmherrschaft für diese Jugendkonferenz haben die Hohe Beauftragte der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder übernommen.

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Bereits dieses Wochenende stand in Augsburg im Sinn des sozialen und politischen Engagements – etwa bei der friedlichen Gegendemonstration gegen den AfD-Parteitag, bei dem Vorbereitungstreffen des Jugendparlaments und bei der ersten Augsburger Sicherheitskonferenz im Provino Club. Sie wurde von der „Solidarischen Stadt“ ins Leben gerufen: Eine Initiative aus mehr als 30 lokalen Organisationen, kulturellen Einrichtungen und Gastronomiebetrieben hat sich zum Ziel gesetzt, über Fragen und Möglichkeiten einer gerechteren Stadt zu diskutieren. Christoph Krenz sieht es als „ein wunderbares Beispiel des friedlichen, zivilgesellschaftlichen Engagements in der Stadt“. Die Veranstaltung fand Anklang. Das Forum bot eine offene Bühne, um über Fragen der Gegenwart zu diskutieren. Zum Beispiel darüber, wie man über Sprachgrenzen hinaus miteinander kommunizieren kann oder ob die eigene Sicherheit auf Kosten anderer geht. Es handelte sich um einen „Versuch, solidarische Antworten auf alte und neue Sicherheitsfragen zu geben“, wie es in der Eröffnungsrede hieß. Müsste man die Atmosphäre dieses Wochenendes benennen, wäre es wohl „friedliche Kontroverse und harmonische Vielfalt“. Von klassischen Bildungsformaten über partizipative Workshops und Publikumsgespräche bis zu unterhaltenden Programmpunkten wie Konzerten und Open-Air-Kino war alles vertreten.

Alle Besucher konnten ihren eigenen Wissens- und Unterhaltungsbedürfnissen nachgehen. „Man entscheidet selbst, was und wie lange man etwas mitnimmt“, kommentierte Mitveranstalterin Simone Feller die Atmosphäre. In der Initiativenstraße vor dem Provino konnte man sich von Beteiligten der „Solidarischen Stadt“ ein Bild machen, die sich unterschiedlichen Aspekten von gesellschaftlichem Engagement widmen: Medizinpavillon (Gesundheit), Attac und das Ökosozialprojekt Augsburg (Solidarische Landwirtschaft, Gemeinwohlökonomie), Keks Handgemachtes (Handwerkliche Produkte aus der Region) und einige mehr waren vertreten.

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